Paul Bornstein

Paul Bornstein (geboren am 8. April 1868 in Berlin; gestorben am 30. Juli 1939 in München) war ein deutscher Literaturhistoriker und Schriftsteller.

Leben und Wirken

Paul Bornstein kam aus einer jüdischen Familie, sein Vater Jakob Bornstein war Kaufmann, die Mutter war Anna, geborene Fraenkel. Paul Bornstein besuchte das Friedrichsgymnasium in Berlin und beendete dieses mit 14 Jahren. Danach war er Einjährig-Freiwilliger und anschließend mehrere Jahre als kaufmännischer Angestellter in einer Fabrik tätig. 1887 ging er wieder zum Friedrichsgymnasium, wo er 1890 das Abitur ablegte. Danach studierte er Philosophie, Literatur und Kunstgeschichte, zunächst ein Semester in Leipzig, danach in Berlin. 1894/1898 promovierte er zum Dr. phil. in Erlangen.

In dieser Zeit begann Bornstein eine intensive publizistische Tätigkeit in Berlin. Er gab unter anderem eine eigene Monatsschrift für Neuere Litteratur und Kunst von 1896 bis 1898 heraus und ein 23-bändiges Sammelwerk über die Kultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts von 1898 bis 1902. 1904 lebte er in Hamburg, seit 1905 in München-Pasing und dessen Umgebung, spätestens seit 1927 in Dachau.

Bornstein war in dritter Ehe mit Anna Zachmann (* 1903) verheiratet, sie hatten den Sohn Paul Bornstein (* 1930). Der Bildhauer Ernst Penzoldt schuf um 1926 eine Büste von ihm, deren Verbleib aber unbekannt ist.

Publikationen

Bornstein verfasste einige Bücher. Er gab die gesammelten Werke von Friedrich Hebbel heraus und übersetzte mehrere Werke aus dem Französischen. Außerdem schrieb er zahlreiche Artikel für Zeitschriften wie Das literarische Echo, Simplicissimus, Jugend, Westermanns Monatshefte, Die Gesellschaft, Nord und Süd und weitere.

Autor
Herausgeber
Übersetzer

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Paul Bornstein, Gottfried Ploucquets Erkenntnistheorie und Metaphysik, Dissertation, Erlangen 1898, Lebenslauf (Digitalisat), mit biographischen Angaben
  2. ↑ Franz Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten, 1912, S. 305; auch Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1894–1926, mit den jeweiligen Wohnadressen
  3. ↑ Heiratsregister Standesamt Köln I, Nr. 259/1930
  4. ↑ Paul Bornstein Gedenkbuch Münchner Juden
  5. ↑ Büste Paul Bornstein Deutsches Literaturarchiv Marbach, es gibt ein Foto von Senta Grüning von dieser Büste
  6. ↑ Paul Bornstein Deutsches Literaturarchiv Marbach, mit Angaben zu über 100 Artikeln
  7. ↑ Am Ende des Jahrhunderts Hathitrust
  8. ↑ Peter Michelsen, Friedrich Hebbels Tagebücher, 1995, S. 12, mit bibliographischen Angaben
Personendaten
NAME Bornstein, Paul
ALTERNATIVNAMEN Steinborn, Paul (Pseudonym, um 1894)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Literaturhistoriker und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 8. April 1868
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 30. Juli 1939
STERBEORT München