Paul Ellmar

Paul Ellmar (geboren 26. März 1890 in Cannstatt; gestorben 24. August 1963 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher, Theaterleiter und Bühnenautor.

Leben

Paul Ellmar begann seine Theaterkarriere als Schauspieler 1907 in Stuttgart und 1908 in Lübeck. Ab 1910 bis 1929 arbeitete er als Schauspieler und Regisseur am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Ellmar gründete 1926 das Reiseensemble „Gemeinnützige Schaubühne“. Er engagierte sich in der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und war von 1921 bis 1933 ehrenamtlicher „Bezirksobmann Nordwestdeutschland“.

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten geriet er als politischer Gegner im Mai 1933 für kurze Zeit in Schutzhaft. Im Juni 1933 gelang ihm die Flucht in die Schweiz, wo er von 1935 bis 1938 unter dem Pseudonym Edgar Pauli am Schauspielhaus Zürich als Dramaturg arbeitete. 1938 emigrierte er nach Frankreich. Im April 1940 wurde er im Deutschen Reich ausgebürgert. In Frankreich wurde er 1940 als Feindlicher Ausländer interniert und musste dann nach der deutschen Besetzung Frankreichs untertauchen.

Nach Kriegsende arbeitete er von Paris und Hamburg aus für die wiedergegründete GDBA und engagierte sich für einen dauerhaften Frieden zwischen Frankreich und Deutschland.

Hörspiele (Auswahl)

Livesendungen ohne Aufzeichnung. Produzent: Nordische Rundfunk AG. Art der Hörspiele: Sendespiele (Hörspielbearbeitungen), wenn nicht anders angegeben:

<Quelle: ARD-Hörspieldatenbank

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Michael Hepp (Hrsg.): Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge. München: Saur, 1985, S. 309
Personendaten
NAME Ellmar, Paul
ALTERNATIVNAMEN Pauli, Edgar (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher, Theaterleiter und Bühnenautor
GEBURTSDATUM 26. März 1890
GEBURTSORT Cannstatt
STERBEDATUM 24. August 1963
STERBEORT Hamburg