Paul Enderling

Paul Enderling, Foto von Wilhelm Walz
Buchumschlag von Enderlings Broschüre: „Das goldene Schwert“ von 1917

Paul Enderling (* 22. April 1880 in Danzig; † 16. Januar 1938 in Stuttgart) war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer.

Leben

Enderling stammte aus Danzig, er studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Geschichte. In Danzig begann auch seine schriftstellerische Laufbahn. Er verfasste Erzählungen und Romane. Außerdem schrieb er Schauspiele und war als Übersetzer japanischer Gedichte und Novellen tätig. Er ist auch der Dichter der Hymne von Danzig: „Das ist die Stadt am Bernsteinstrand“.

1914 zog Enderling nach Stuttgart: Hier wurden seine Dramen „Im Strudel“ und „Die dunkle Stadt“ 1913 bzw. 1916 uraufgeführt. Im Ersten Weltkrieg wurde seine Erzählung „Das goldene Schwert“ zu Gunsten der Goldankaufstellen Württembergs vertrieben. Hugo Wehrle vertonte sein Gedicht „Es sprach der Herr Hindenburg“. Die sozialdemokratische Zeitung „Schwäbische Tagwacht“ veröffentlichte seinen Roman „Fräulein“. Enderling publizierte auch einige kunsthistorische Abhandlungen und war für die „Schwäbische Tagwacht“ als Kunstkritiker tätig. Er war daneben seit seiner Gründung für den Reichssender Stuttgart als Dramaturg tätig und verfasste auch Film-Drehbücher. Neben seinen Romanen „Fräulein“ wurde auch der Roman „Die Umwege des schönen Karl“ verfilmt. Der Film erschien 15 Tage nach dem Tod.

Paul Enderling starb an einem Schlaganfall. Er wurde auf dem Stuttgarter Pragfriedhof beigesetzt.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Es sprach der Herr Hindenburg: ein heiteres Soldatenliedchen von anno 1914, vertont von Hugo Wehrle. Gedicht von Paul Enderling. Zeichnung von Walther Krötzsch. Für Singstimme und Klavier, Breitkopf & Härtel, Leipzig 1914 (Neue Flugblätter; 52).
Personendaten
NAME Enderling, Paul
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller und Übersetzer
GEBURTSDATUM 22. April 1880
GEBURTSORT Danzig
STERBEDATUM 16. Januar 1938
STERBEORT Stuttgart