Paul Karge (* 3. Oktober 1881 in Lawitz; † 28. Oktober 1922 in Bad Lippspringe) war ein deutscher Orientalist.
Paul Karge war der Sohn des Gutsbesitzers August Karge und dessen Frau Wilhelmine Golze. Von 1893 bis 1902 besuchte er das Gymnasium in Guben. Anschließend studierte er von 1902 bis 1906 Theologie an der Universität Breslau. Nach der Priesterweihe am 23. Juni 1907 war er von 1907 bis 1909 Präfekt am Knabenkonvikt Breslau. Nach der Promotion zum Dr. theol. am 6. März 1909 war er von 1909 bis 1911 Stipendiat am Palästina-Institut der Görres-Gesellschaft in Jerusalem, das gerade von Konrad Lübeck neu eingerichtet worden war. Dabei unternahm er ausgedehnte Reisen und eigene Grabungen, insbesondere am See Genezareth. Am 1. Dezember 1911 wurde er Benefiziat am Breslauer Dom. Nach der Habilitation am 17. Mai 1912 für alttestamentliche Theologie war er 1912 Begleiter des Herzogs Johann Georg von Sachsen auf einer Ägyptenreise. Am 12. November 1917 wurde er außerordentlicher Professor und 1921 ordentlicher Professor für Kunde des christlichen Orients in Münster. Zudem war er dort ab dem Wintersemester 1920/21 Direktor des Orientalischen Seminars.
Paul Karge starb 1922 im Alter von 41 Jahren. Er wurde in Neuzelle begraben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Karge, Paul |
| ALTERNATIVNAMEN | Karge, Paul Moritz (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Orientalist |
| GEBURTSDATUM | 3. Oktober 1881 |
| GEBURTSORT | Lawitz |
| STERBEDATUM | 28. Oktober 1922 |
| STERBEORT | Bad Lippspringe |