Paul Kont

Paul Kont (* 19. August 1920 in Wien; † 26. Dezember 2000 ebenda) war ein österreichischer Komponist.

Leben

Paul Kont erhielt im Alter von zehn Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Nach seinen Studien am Konservatorium der Stadt Wien (1939/40) und an der Akademie für Musik und darstellende Kunst (1945/1949), nahm Kont an den Darmstädter Ferienkursen (1951) teil (u. a. bei Wolfgang Fortner). Ferner studierte Paul Kont in Paris bei Darius Milhaud, Olivier Messiaen und Arthur Honegger.

In den 50er Jahren komponierte Paul Kont einige Werke für die Tänzerin und Choreografin Hanna Berger, er spielte aber auch eigene Kompositionen im Art Club. Eine dieser Kompositionen trägt den Namen eines der Lokale, in denen sich die Mitglieder trafen. Es handelt sich um die Strohkoffer-Suite für Violine und Klavier, die später Paul Konts Freund Friedrich Cerha für kleines Instrumentalensemble bearbeitete. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Paul Kont durch sein mehrfach im Fernsehen ausgestrahltes Mysterienspiel "Inzwischen" nach W.H. Auden mit Helmut Qualtinger als Herodes bekannt.

Von 1969 bis 1980 war Kont Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Wien für das Fach Komposition für audio-visuelle Medien, welches auf seine Initiative hin gegründet wurde. In den Jahren 1980 bis 1986 war er dort ordentlicher Professor für Komposition. Er entwickelte eine eigene Tonalität („Dritte Tonalität“).

Grabstätte

Paul Kont starb nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren in Wien. Sein ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich in der Gruppe 40, Nr. 96 auf dem Wiener Zentralfriedhof. Er war verheiratet mit der Schauspielerin Inge Rosenberg (* 1922, † 2019).

Ehrungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

Ensemblemusik

Solomusik

Orchestermusik

Bühnenmusik

Schriften

Filmografie

Literatur

Commons: Paul Kont – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Robert Hanzlik: Paul.xml Kont, Paul. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7., Stand: 19. Juli 2023, abgerufen am 12. Juli 2024
  2. 1 2 Biografie Paul Kont. Musikdatenbank von mica – music austria, 11. Juni 2024; abgerufen am 20. Juli 2024.
  3. 1 2 Erfinder der „Dritten Tonalität“. In: tagblatt-wienerzeitung.at. 29. Dezember 2000, abgerufen am 17. Januar 2026.
  4. ↑ Ehrenhalber gewidmete und Historische Grabstellen am Wiener Zentralfriedhof, S. 26/Nr. 456. (PDF) Friedhöfe Wien GmbH, abgerufen am 21. Mai 2026.
  5. ↑ Förderungspreis (der Stadt Wien). Musik (seit 1951) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  6. ↑ Preis der Stadt Wien. Musik (1947 – dato) im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  7. ↑ Kultur im Spiegel der Zeit. (Memento des Originals vom 6. Februar 2021 im Internet Archive; PDF; 2,8 MB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. noe.gv.at, Festschrift mit PreisträgerInnen 1960–2010, S. 124.
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Personendaten
NAME Kont, Paul
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Komponist
GEBURTSDATUM 19. August 1920
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 26. Dezember 2000
STERBEORT Wien