Paul Miron

Paul Miron (1963)

Paul Miron (* 13. Juni 1926 in Boroaia, Kreis Suceava; † 17. April 2008 in Freiburg im Breisgau, Deutschland) war ein rumänischer Romanist, Rumänist und Schriftsteller, der als deutscher Hochschullehrer und Mittler zwischen den beiden Ländern gewirkt hat.

Leben und Werk

Miron wurde in der Westmoldau geboren, ging in Fălticeni zur Schule, verließ seine Heimat nach dem sowjetischen Einmarsch, wurde bei Berlin schwer verwundet, verbrachte zwei Jahre in Lazaretten und studierte dann in Köln und Bonn (1947–1949) bei Ernst Robert Curtius und Paul Menzerath. Nach einem Aufenthalt in Paris (1949–1951) promovierte er 1954 in Bonn mit Zur typologischen Struktur des Rumänischen. Vergleichende Untersuchungen über die typologische Struktur des Rumänischen innerhalb der Romania – in synchronischer und diachronischer Betrachtungsweise. Er kam 1964 als Lektor für Rumänisch nach Freiburg und habilitierte sich 1973 bei Hans-Martin Gauger in Freiburg über Aspekte der lexikalischen Kreativität im Rumänischen (Frankfurt 1977). Von 1977 bis 1991 war er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg außerplanmäßiger Professor.

Miron unterhielt vor und nach der Wende intensive Kulturbeziehungen zu Rumänien, zur Orthodoxen Kirche Rumäniens sowie zur Universität Alexandru Ioan Cuza Iași, mit der er für das 1986 gestartete Projekt einer 20-bändigen Ausgabe der ersten rumänischen Bibel (Biblia 1688) zusammenarbeitete. Er gab die Zeitschriften Prodromos (1961–1970) und Dacoromania. Jahrbuch für östliche Latinität (1973–1991, samt einem Beiheft 1978) heraus. Er war Generalsekretär des Bundes der rumänisch-orthodoxen Jugend in Deutschland.

Miron, der auch eine umfängliche schriftstellerische Aktivität entwickelte, war Ehrenmitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Ehrenbürger der Städte Iași und Timișoara, Ehrendoktor der Universität Alexandru Ioan Cuza Iași und Träger mehrerer rumänischer Auszeichnungen. Er war mit Elsa Lüder verheiratet. Sein Grab ist in Vama Veche.

Der Archäologe Andrei Miron war ein Sohn Paul Mirons.

Weitere Werke

Romanistik

Literarische Produktion

Einzelnachweise

  1. ↑ Alfred Haffner: In memoriam Andrei Miron (1951–2011). In: Trierer Zeitschrift. Band 75/76, 2012/13, S. 295–297, hier S. 295.
Personendaten
NAME Miron, Paul
KURZBESCHREIBUNG rumänischer Romanist, Schriftsteller und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 13. Juni 1926
GEBURTSORT Boroaia, Kreis Suceava
STERBEDATUM 17. April 2008
STERBEORT Freiburg im Breisgau, Deutschland