
Paul Philippi (* 21. November 1923 in Kronstadt, Kreis Brașov, Königreich Rumänien; † 27. Juli 2018 in Hermannstadt, Kreis Sibiu, Rumänien) war ein rumäniendeutscher Praktischer Theologe und Politiker. Er war seit 1998 Ehrenvorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR/FDGR).
Philippi legte 1942 am Honterus-Gymnasium in Kronstadt seine Reifeprüfung ab. 1943 trat er in die Waffen-SS ein (SS-Nummer 495.969), zum 1. Oktober 1944 wurde er zum SS-Untersturmführer befördert.
Nach Freilassung aus der Kriegsgefangenschaft studierte er von 1947 bis 1952 Theologie an der Universität Erlangen. Bis in die späten 1970er Jahre lebte Philippi hauptsächlich in der Bundesrepublik Deutschland, wo er seit 1954 am Diakoniewissenschaftlichen Institut Heidelberg tätig war. Mit einer Doktorarbeit bei Paul Althaus wurde er 1957 zum Dr. theol. promoviert. 1963 habilitierte er sich an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg für Praktische Theologie. Philippi arbeitete mit der Schwesternschule der Universität Heidelberg und deren Schulleitungen Olga von Lersner sowie Antje Grauhan zusammen. Gemeinsame Exkursionen auf den Spuren Johann Friedrich Oberlins führten nach Straßburg und Waldersbach. Von 1971 bis 1986 leitete Philippi, in Nachfolge von Herbert Krimm, als ordentlicher Professor der Universität Heidelberg das Diakoniewissenschaftliche Institut. Sein Nachfolger in dieser Position wurde Theodor Strohm.
Von 1979 bis 1981 fungierte Philippi erst als Gastprofessor, von 1983, als er freiwillig in sein Heimatland zurückkehrte, bis zur Emeritierung 1994 schließlich als ordentlicher Professor an der Lucian-Blaga-Universität in Hermannstadt. 1992–1998 war er Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, das er Ende 1989 mitbegründet hatte. Er war ein entschiedener Gegner des Freikaufs von Rumäniendeutschen.
| Personendaten | |
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| NAME | Philippi, Paul |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Theologe und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 21. November 1923 |
| GEBURTSORT | Kronstadt |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2018 |
| STERBEORT | Hermannstadt |