Paul Sohn

Paul Sohn (* 14. Juni 1902 in Duderstadt; † 19. September 1939 beim Überfall auf Polen) war ein nationalsozialistischer Funktionär, der zu den Förderern des Sports in Ostpreußen gezählt wird. Daneben betätigte er sich auch als Fotograf und Rundfunkreporter.

Leben und Wirken

Sohn war u. a. für den Ostmarken Rundfunk tätig, für den er die Frühturnstunde gestaltete und auch als Reporter und Fotograf wirkte.

Er trat zum 1. Februar 1932 der NSDAP (Mitgliedsnummer 948.778) und zum 1. März 1933 der SA bei, in der er bis zum Standartenführer aufstieg. Er gehörte dem Stab der SA-Gruppe Ostland an. Noch als SA-Sturmbannführer wurde er mit Wirkung vom 1. Januar 1936 von Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten zum Führer des Gaues I Ostpreußen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen (DRL) ernannt. Neben ihm gab es im Deutschen Reich noch weitere 15 Gausportführer.

Im November 1938 wurde er von Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten zu einem von nunmehr 18 Gauführern des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen (DRL) ernannt. Er übernahm erneut die Gauführung des Gaues I Ostpreußen. Nach der Umbenennung war er ab Dezember 1938 der für Ostpreußen zuständige Gauführer des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen.

Nach dem deutschen Überfall auf Polen leistete er als Leutnant seinen Dienst in der deutschen Wehrmacht. Schwer verwundet starb er in einem Kriegslazarett.

Ehrungen

In der Zeit des Nationalsozialismus waren einige Straßen nach ihm benannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Werner Buxa: Bilder aus Ostpreußen, 1990, S. 172.
  2. ↑ Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/22831623
  3. ↑ Im Einsatz für Deutschland ließen ihr Leben. In: Die SA.: Zeitschrift der Sturmabteilung der NSDAP vom 23. August 1940, S. 20.
Personendaten
NAME Sohn, Paul
KURZBESCHREIBUNG deutscher Sportfunktionär
GEBURTSDATUM 14. Juni 1902
GEBURTSORT Duderstadt
STERBEDATUM 19. September 1939