Paul Trappe

Paul Trappe (1968)

Paul Trappe (* 12. Dezember 1931 in Trier; † 22. März 2005 in Bern) war ein deutscher Soziologe. Ab 1966 war er ordentlicher Professor für Soziologie in Kiel, ab 1969 in Basel.

Leben und Wirken

Paul Trappe, geboren in Trier an der Mosel als Sohn von Ottilie Trappe, geborener Kaess, und des promovierten Juristen und Ministerialdirigenten Johannes Trappe (Sohn von Wilhelm Trappe, dem Direktor des Rheinisch-Westfälischen und Belgischen Kohlen-Syndikates), besuchte Gymnasien in Berlin, Meißen und Traben-Trarbach, und studierte an Universitäten in Innsbruck, Paris, Freiburg, Frankfurt und Mainz. Er wurde 1959 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich 1964 an der Universität Bern. Von 1966 bis 1969 war er ordentlicher Professor und Direktor des Soziologischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Von 1969 bis 2002 war er Ordinarius und Vorsteher des Instituts für Soziologie an der Universität Basel und lebte in Mühlethurnen. Er war zudem Lehrbeauftragter an der ETH Zürich, von 1961 bis 1967 Generalsekretär und ab 1979 Präsident der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR). Von 1967 bis 1980 war er zudem Vorsitzender des Sozialwissenschaftlichen Studienkreises für Internationale Probleme (SSIP).

Trappe widmete sich zwei Arbeitsschwerpunkten: der Rechtssoziologie und der Soziologie der Entwicklungsländer. In beiden Bereichen richtete Trappe sein besonderes Interesse auf Fragen der Partizipation.

Im Jahr 1970 erhielt er den Trennial Jubilee Price der in London ansässigen International Cooperative Alliance. Bereits bis 1985 hatte er über 80 Fachaufsätze publiziert. Seine agrarsoziologischen Studien führten ihn ins südliche Europa und nach Afrika. Er wirkte als Experte für die Vereinten Nationen in Uganda, für die deutsche Bundesregierung in der Elfenbeinküste und für den Ciba-Geigy-Konzern in Madagaskar.

Er vertrat eine verstehende Soziologie in der Tradition von Karl Jaspers, Edgar Salin und Heinrich Popitz.

Paul Trappe war evangelisch, ab 1966 verheiratet mit Margrith Trappe, geborener Diemand, und hatte drei Kinder (Luzius, Simon und Elisabeth).

Schriften (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Trappe, Paul
KURZBESCHREIBUNG deutscher Soziologe
GEBURTSDATUM 12. Dezember 1931
GEBURTSORT Trier
STERBEDATUM 22. März 2005
STERBEORT Bern