
Paulin Ismard (* 1978) ist ein französischer Althistoriker. Seine Gebiete sind die politische und soziale Geschichte der griechischen Städte und die Sklaverei im antiken Griechenland.
Paulin Ismard studierte an der École normale supérieure de Lyon (1998–2003), promovierte darauf 2008 an der Universität Paris 1 bei Pauline Schmitt Pantel. 2010 wurde er zum Dozenten für griechische Geschichte an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne berufen, seit 2020 ist er Professor für griechische Geschichte an der Universität Aix-Marseille am Centre Camille Jullian in Aix-en-Provence.
Seit 2015 gehört er zum Institut universitaire de France, dem Verbund der Spitzenforschung.
Die von ihm herausgegebene, 1200 Seiten umfassende Weltgeschichte der Sklaverei Les Mondes de l’esclavage. Une histoire comparée erschien 2021 in der Éditions du Seuil. Ihn unterstützten die Afrikaexpertin Berandetta Rossi (University College London), die an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) tätige Karibikhistorikerin Cécile Vidal und der Sinologe Claude Chevaleyre von der École Normale Supérieure in Lyon. Die deutsche Übersetzung erschien 2023, eine Ausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung 2025. Der Titel zielt auf die großen Unterschiede zwischen verschiedenen Formen von Sklaverei in der globalen Geschichte. Der deutsche Autor Ludolf Kuchenbuch hat den Wandel von der spätantiken Sklaverei zur so genannten Eigenschaft im Nordelsass auf der Grundlage der Abtei Weißenburg beschrieben.
Ismard publiziert auch althistorische Themen in Fernsehreihen und spricht beim Geschichtsfestival in Blois.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ismard, Paulin |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Althistoriker |
| GEBURTSDATUM | 1978 |