
Paulin Paris (* 25. März 1800 in Avenay-Val-d’Or; † 1. Februar 1881 in Paris) war ein französischer Romanist, Mediävist und Historiker.
Paris war der Sohn eines Notars. Er lernte Englisch und Italienisch und tat sich durch eine Byronübersetzung hervor. 1828 begann er eine Laufbahn an der Bibliothèque nationale de France und publizierte in rascher Folge reich kommentierte Texte des französischen Mittelalters, die ihm wissenschaftliches Renommee einbrachten. 1837 folgte er François-Juste-Marie Raynouard in der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres nach, 1838 wurde er Mitglied der Kommission für die Herausgabe der Histoire littéraire de la France von Antoine Rivet de La Grange, für die er mehr als 1800 Seiten verfasste, vor allem über die Chansons de geste in Band 22 (1852). 1856 wurde er assoziiertes Mitglied der Königlichen Akademie von Belgien. Von 1853 bis 1872 hatte er am Collège de France den neu geschaffenen Lehrstuhl für französische Sprache und Literatur des Mittelalters inne.
Paulin Paris war der Bruder des Historikers Louis Paris (1802–1887) und der Vater von Gaston Paris.
Paulin Paris schrieb ferner über Texte von Marco Polo, Joinville, Richard de Fournival, über den Songe du Vergier, über Ogier le Danois, über die Inszenierung der Mysterien, über Karls des Großen Reise nach Jerusalem, das Leben von Froissart, die Chronik von Nennius, die Bretonengeschichte von Geoffrey von Monmouth, den Roman der sieben Weisen, die Romans de la Table Ronde u. a.
| Personendaten | |
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| NAME | Paris, Paulin |
| ALTERNATIVNAMEN | Paris, Alexis-Paulin |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Romanist und Mediävist |
| GEBURTSDATUM | 25. März 1800 |
| GEBURTSORT | Avenay-Val-d’Or |
| STERBEDATUM | 1. Februar 1881 |
| STERBEORT | Paris |