Papau

Papau

Asimina tetramera

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliiden
Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Annonengewächse (Annonaceae)
Gattung: Papau
Wissenschaftlicher Name
Asimina
Adans.

Papau (Asimina), häufig unter der englischen Bezeichnung Pawpaw bekannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Annonengewächse (Annonaceae). Die etwa acht Arten gedeihen in Wäldern und Dickichten in subtropischen und gemäßigten Regionen Nordamerikas.

Die Früchte der Asimina-Arten sind essbar, sie werden jedoch bislang nur in geringem Umfang gezielt angebaut.

Beschreibung

Zweig mit einfachen Laubblättern und Blüten des Dreilappigen Papau (Asimina triloba)
Samen des Dreilappigen Papau (Asimina triloba)
Asimina incana
Asimina obovata
Asimina pygmaea

Vegetative Merkmale

Asimina-Arten wachsen als Sträucher oder kleine bis mittlere Bäume und erreichen je nach Art Wuchshöhen von 2 bis 12 Metern. Die nördlich verbreitete, winterhärtere Dreilappige Papau (Asimina triloba) ist sommergrün, die anderen, weiter südlich verbreiteten Arten sind überwiegend immergrün.

Die ganzrandigen, einfachen und kurz gestielten Laubblätter sind wechselständig. Die Blattspreiten sind bei einer Länge von 20 bis 35 Zentimetern sowie einer Breite von 10 bis 15 Zentimetern lanzettlich, elliptisch bis verkehrt-eiförmig und kahl bis leicht haarig. An der Spitze sind sie bespitzt oder rundspitzig bis geschwänzt. Die Nervatur ist gefiedert.

Generative Merkmale

Die Arten sind meist vorweiblich, protogyn. Die ein bis acht Blüten je Blattachsel sind 4 bis 6 Zentimeter groß. Die drei- bis vierzähligen, gestielten Blüten mit doppelter Blütenhülle und dachziegelig angeordneten Kelch- und Kronblättern sind je nach Art weiß, gelb bis purpurrot oder rotbraun. Die Kronblätter sind in zwei Kreisen angeordnet. Sie verbreiten einen angenehmen oder aber einen unangenehmen Geruch, der Fliegen und andere aasfressende Insekten anziehen soll, die für die Pollenverbreitung sorgen. Es sind viele Staubblätter und drei oder mehr oberständige und haarige, genäherte Stempel, die jeweils auf dem halbkugeligen Blütenboden sitzen, vorhanden.

Die Früchte sind essbare, zylindrische und längliche oder eiförmige Beeren, sie können 5 bis 16 Zentimeter lang, 3 bis 7 Zentimeter breit und 20 bis 500 Gramm schwer werden. Sie sind drei- bis mehrsamig und erscheinen zu dritt bis fünft pro Blüte am Blütenboden. Die unreifen Früchte sind grün, die reifen gelb bis braun. Der Geschmack ähnelt etwas dem von Bananen und Mangos. Die Früchte enthalten verhältnismäßig viel Protein. Die ellipsoiden und abgeflachten Samen sind bräunlich.

Systematik und Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat der Papau-Arten liegt auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Von den acht Arten der Gattung Asimina sind alle bis auf Asimina parviflora und die Dreilappige Papau (Asimina triloba) auf Florida und südliche Bereiche von Alabama und Georgia beschränkt (Callaway 1990). Asimina parviflora wächst im gesamten südöstlichen Teil der Vereinigten Staaten, während die Dreilappige Papau (Asimina triloba) im Osten bis hin ins südliche Kanada verbreitet ist.

Die Gattung Asimina wurde 1763 von Michel Adanson in Familles des Plantes Band 2 Seite 365 erstbeschrieben.

Zu dieser Gattung gehören etwa elf Arten sowie einige Hybride:

Daneben gibt es auch die Hybride Asimina ×nashii Kral, eine Kreuzung Asimina speciosa × Asimina longifolia u. a.

Literatur

Commons: Asimina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Fernando Pliego-Alfaro, Jose Ignacio Hormaza, Richard E. Litz: Biotechnology of Fruit and Nut Crops. 2nd Edition, CABI, 2020, ISBN 978-1-78064-827-9, S. 66.
  2. 1 2 Asimina Adans. | Plants of the World Online | Kew Science. Abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
  3. 1 2 3 4 Asimina. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 10. September 2026.
  4. 1 2 3 4 5 6 7 Asimina im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 8. Juni 2018.