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Mauerwerk mit Pechstein
Pechstein (Argilla picea) ist als vulkanisches Glas ein Gestein vulkanischen Ursprungs mit einem Wassergehalt von bis zu 8 Masseprozent. Pechstein zählt zu den Rhyolithen wie Obsidian und Perlit. Die Bezeichnung Pechstein kommt vom Pechglanz und wurde 1759 durch Christian Friedrich Schulze geprägt. Die Art seiner Bildung ist umstritten, unter anderem wird die Entglasung von Obsidian diskutiert.
Eigenschaften
Die Farbe von Pechstein ist je nach Vorkommen unterschiedlich. Sie reicht von Braun über Rot und Grün bis zum tiefen Schwarz. Das wie Pech glänzende Schwarz gab dem Gestein seinen Namen. Pechstein besitzt einen muscheligen Bruch und gewöhnlich kleine Einsprenglinge von Quarz, Feldspat, Augit oder auch Hornblende. Das Gestein kann fleckig oder fettglänzend aussehen und durch die Einsprenglinge ein porphyrisches Gefüge zeigen.
Der Pechstein von Arran wurde seit dem Mesolithikum zu Artefakten verarbeitet. Im Neolithikum wurden Pechstein oder Artefakte aus Pechstein auch nach Irland exportiert.
Literatur
Jens Czoßek, Am Fuße des Götterfelsens - Das Triebischtal bei Meißen, Kamenz 2008
Hans Murawski, Wilhelm Meyer:Geologisches Wörterbuch. 11. Auflage. Elsevier bzw. Spektrum, Heidelberg 2004, ISBN 3-8274-1445-8, S.162u.TafelIV.
Ludovic M'Lellan Mann:The Prehistoric and Early Use of Pitchstone and Obsidian. In: Proceedings of the Scottish Society of Antiquaries. Nr.3, 1918, ZDB-ID2455470-4, S.140–149 (englisch, archaeologydataservice.ac.uk[PDF; 680kB; abgerufen am 20.November 2020]).
Klaus Heide:Die Geheimnisse des „gläsernen Berges“ (=Forschung – Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nr.197). März 2007 (schattenblick.de[abgerufen am 20.November 2020]).
Einzelnachweise
↑Hans Murawski, Wilhelm Meyer:Geologisches Wörterbuch. 11. Auflage. Elsevier bzw. Spektrum, Heidelberg 2004, ISBN 3-8274-1445-8, S.162.
↑Jens Czoßek:Am Fuße des Götterfelsens - Das Triebischtal bei Meißen. Kamenz. Kamenz 2008.
↑Valentin R. Troll, C. Henry Emeleus, Graeme R. Nicoll, Tobias Mattsson, Robert M. Ellam:A large explosive silicic eruption in the British Palaeogene Igneous Province. In: Scientific Reports. Band9, Nr.1, 24.Januar 2019, ISSN2045-2322, S.494, doi:10.1038/s41598-018-35855-w, PMID 30679443, PMC6345756(freier Volltext) – (nature.com[abgerufen am 20.November 2020]).
↑Caroline R. Wickham-Jones:Rhum: Mesolithic and later sites at Kinloch excavations 1984–1986. In: Society of Antiquaries of Scotland (Hrsg.): Society of Antiquaries of Scotland monograph series 7. 1990, ISSN0263-3191 (englisch).
↑Jeremy Preston, Ian Meighan, Derek Simpson, Malcolm Hole:Mineral chemical provenance of Neolithic pitchstone artefacts from Ballygalley, County Antrim, Northern Ireland. In: Geoarchaeology. Band17, Nr.3. Wiley Periodicals, 2002, S.219–236 (englisch).