Pere Bosch i Gimpera

Pere Bosch i Gimpera 1927

Pere Bosch i Gimpera (spanisch Pedro Bosch y Gimpera, * 29. März 1891 in Barcelona; † 9. Oktober 1974 in Mexiko-Stadt) war ein Archäologe und Prähistoriker. Er war einer der bekanntesten katalanischen Wissenschaftler seiner Zeit.

Akademisches Leben

Er begann Jura zu studieren, wechselte dann aber zur Philosophie. In Berlin führte ihn Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff zum Studium der Vorgeschichte. Seine ersten Veröffentlichungen behandelten die Minoische Kultur (1912) und den Ursprung der griechischen Trägodie (1913). Er übersetzte auch Homer. 1915 wurde er Direktor der Ausgrabungen des Institut d’Estudis Catalans und Lehrer der Estudis Universitaris Catalans. 1916 wurde er Professor für alte Geschichte an der Universität Barcelona. 1919 veröffentlichte er das Buch Prehistòria catalana. Schon seit dieser Zeit war er ein Verfechter der Verwendung der katalanischen Sprache in wissenschaftlichen Publikationen.

Von 1919 bis zu seinem Tod korrespondierte er mit seinem Schüler, Kollegen und Freund Lluís Pericot i Garcia. Ein weiterer bedeutender Schüler war Josep de Calassanç Serra i Ràfols. Er war einer der Gründer der Associació Catalana d’Antropologia, Etnografia i Prehistòria (katalanische Gesellschaft der Anthropologie, Ethnographie und Urgeschichte). 1929 organisierte er in Barcelona ein internationales Symposium für Archäologie.

Politisches Leben

In der linksgerichteten katalanischen Regionalregierung der Esquerra Republicana de Catalunya (ERC, Republikanische Linke Kataloniens) unter Lluís Companys übernahm Bosch i Gimpera während des Bürgerkrieges seit dem 29. Juni 1937 das Amt des Justizministers von Katalonien (Conseller de Justícia). Nach der Niederlage der republikanischen Kräfte floh Bosch i Gimpera wie viele andere prominente spanische Linksintellektuelle ins mexikanische Exil. 1942 erlangte er die mexikanische Staatsbürgerschaft.

Veröffentlichungen

Literatur