Pedro Soler (* 8. Juni 1938 in Narbonne als Pierre Alfred Genard; † 3. August 2024 in Molitg-les-Bains) war ein französischer Flamenco-Gitarrist, der auch an zahlreichen Weltmusik-Produktionen mit Musikern aus unterschiedlichen Kulturen und Genres mitwirkte.
Soler erlernte sein Instrument zunächst als Autodidakt, beeinflusst von der Musik Ramón Montoyas. Der Flamenco-Sänger Jacinto Almadén gab ihm die Möglichkeit, mit ihm zu lernen und im Trio mit dem routinierten Gitarristen Pepe de Badajoz auf Tournee zu gehen. In der französischen Flamencozene, zu der Soler seit Beginn der 1960er-Jahre Kontakte hatte, begleitete er unter anderem Pericón de Cadiz, Rafael Romero und Bernado el de los Lobitos. Er begleitete die Tänzerinnen Carmen Amaya, La Chunga und mehr als dreißig Jahre La Joselito, sowie die Flamencosänger Pepe de la Matrona und Juan Varea.
Pedro Soler arbeitete ebenso mit den Schauspielerinnen Germaine Montero, Marie-Rose Carlié und Maria Casarès zusammen, wie mit dem baskischen Vokalisten Beñat Achiary oder dem indischen Flötisten Ravi Prasad. Im Duo mit Renaud Garcia-Fons trat er 1995 erfolgreich in der Geburtsregion seiner Frau Madeleine Claus beim Moers Festival auf. In späteren Jahren war er musikalischer Leiter des Festivals Guitares au Palais in Perpignan und arbeitete häufig mit seinem Sohn zusammen, dem Cellisten Gaspar Claus, porträtiert im Dokumentarfilm Entrañas (Regie: Thomas Rabillon) auf Arte.
| Personendaten | |
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| NAME | Soler, Pedro |
| ALTERNATIVNAMEN | Genard, Pierre Alfred (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Flamenco-Gitarrist |
| GEBURTSDATUM | 8. Juni 1938 |
| GEBURTSORT | Narbonne |
| STERBEDATUM | 3. August 2024 |
| STERBEORT | Molitg-les-Bains |