
Eine Pelzmesse (historisch auch Rauchwarenmesse) ist eine Fachmesse der Pelz- und Rauchwarenbranche. Sie dient Herstellern, Rauchwarenhändlern, Pelzkonfektionären, Pelzveredlern und Zulieferern zur Präsentation neuer Kollektionen, zum Handel mit Pelzfellen und Pelzwaren sowie zum geschäftlichen Austausch. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelten sich internationale Pelzmessen zu zentralen Handelsplätzen der Branche; ihre wirtschaftliche Bedeutung ging seit dem Ende des 20. Jahrhunderts deutlich zurück. Pelzmessen beziehungsweise Rauchwarenmessen sind als regelmäßige Fachveranstaltungen der Pelzbranche meist nur Mitgliedern der Pelzbranche zugängig. Aussteller sind vor allem Rauchwarenhändler (Pelzfellhändler), Pelzkonfektionäre, Pelzveredler, Pelzzutaten-Händler und -Hersteller sowie andere der Pelzbranche zugehörige oder verwandte Unternehmen und Organisationen. Als Rauchwarenmessen wurden die Messen bezeichnet, bei denen der Schwerpunkt noch auf dem Fellhandel lag, noch nicht wesentlich auf dem Handel mit Pelzkonfektion. Die Messen finden in der Regel um den März herum statt, wenn ein Großteil der im Winter angefallenen Felle zugerichtet ist und die Konfektionäre ihre Musterkollektionen erstellt haben.
Weitere große Veranstaltungen der Pelzbranche sind die Pelzauktionen, auf denen jedoch nur Pelzfelle, roh oder zugerichtet, gehandelt werden, eventuell begleitet von einigen anderen Anbietern. Bedingt durch eine immer zuverlässiger gewordene Sortimentsbeschreibung und die mögliche Online-Beteiligung verliert hier der persönliche Besuch immer mehr an Bedeutung. Die COVID-19-Pandemie beschleunigte besonders die Entwicklung virtueller Messen, so auch in der Pelzbranche.
Dank moderner Verkehrsmittel und der Bedeutung der Pelzkonfektion befinden sich die Pelzmessen heute nicht mehr in der Nähe des Fellanfalls, sondern an den Schwerpunkten des Modeschaffens und vor allem des Pelzgebrauchs. Messen erfordern einen erheblichen Investitions- und Organisationsaufwand von den Veranstaltern und Ausstellern. Für die Pelzbranche haben wegen der hohen Warenwerte Spezialversicherungen dazu eine besondere Bedeutung.
In den letzten Jahrhunderten haben sich in verschiedenen Zentren der Welt eigene Industrien für die Pelzstückenverarbeitung gebildet, in Europa ist das bis heute vor allem Kastoria in Griechenland und der nahegelegene, kleinere Ort Siatista. Italien entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als europäisches Modezentrum neben Frankreich, auch zu einem wichtigen Lieferanten für modische Pelzkonfektion. Einen mitentscheidenden Anteil an dem Erfolg in der Pelzbranche hatte deren jährliche Messe „Mifur“ in Mailand, die wiederum durch die bedeutenden italienischen Pelzdesigner eine besondere Anziehungskraft hat.
Als Hauptverbrauchsländer lösten Asien und Russland gegen Ende des 20. Jahrhunderts Europa und Nordamerika immer mehr ab. Entsprechend entstanden dort neue Messen und die europäischen Veranstaltungen wurden größtenteils eingestellt oder in textile Messen integriert.
Neben den Kollektionsvorführungen auf und außerhalb des Messegeländes finden verschiedene Festivitäten, wie Modellwettbewerbe, Gemeinschaftsmodenschauen und Presseempfänge statt.
In den Jahren 2021 und 2022 fielen Messen allgemein wegen der COVID-19-Pandemie zumeist aus.
| Messe | Ort | seit | Veranstalter |
|---|---|---|---|
| Kastoria International Fur Fair (KIFF) | Kastoria, Griechenland | seit 1976 bzw. 1967 (Vorläufer) | Vereinigung „Prophet Elias“ |
| Hong Kong International Fur & Fashion Fair | Hongkong | 1982/1990 | International Fur Federation (IFF) |
| IFF Seoul Fur & Leather Expo, Südkorea | Seoul | 2019 | International Fur Federation (IFF) |
| TheOneMilano | Mailand, Italien | Nachfolger der Mifur | Fiera Milano S.p.A. |
| International Fur & Leather Expo, Eliteline | Almaty, Kasachstan | 2019 | International Fur Federation (IFF) |

Laut einer von der IEES Abe, der griechischen Textil- und Bekleidungsindustrie, zur Verfügung gestellten Studie war der Pelz trotz zurückgehender Zahlen immer noch die Nummer eins des Exportsektors im Westen Mazedoniens (2012). Im Jahr 2022 wies man im Zusammenhang mit der jährlichen Pelzmesse darauf hin, dass Kastoria inzwischen „das einzige Pelzherstellungs-Zentrum der westlichen Welt“ sei. Die 51. Kastoria Internationals Fur Fair (KIFF) fand vom 16.–19. April 2026 statt.

Die erste italienische Pelzmesse fand 1964 unter dem Namen „Comispel“ („Comis/Pel“) statt, zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 1989 firmierte sie noch unter diesem Namen. Zu dieser Zeit besaß sie bereits eine führende Rolle innerhalb der Pelzbranche, nicht nur wegen der dominierenden Rolle, die der italienische Modemarkt bereits im internationalen Absatz spielte. Zeitgleich mit der Schuhmesse MICAM und der Lederwarenausstellung MIPEL fand die Messe für 2022 auf dem Messegelände der Fieramilano in Rho statt.
Für den Februar 2027 ist die Messe unter dem Namen TheOneMilano als eigenständige Ausstellung für ausschließlich hochwertige Pelze und Oberbekleidung geplant, auf dem Gelände der Fiera Milano, im September als eigener Bereich innerhalb der Milano „Fashion & Jewels (MFJ)“.

Im Jahr 1986 war die Pelzmesse in Hongkong mit 119, darunter 78 aus Hong Kong, mit dem Vorjahr entsprechenden rund 1500 Besuchern ihre bis dahin größte Veranstaltung. Wie auch in anderen Jahren war die deutsche Pelzindustrie 2008 mit einem von der Bundesrepublik unterstützten Gemeinschaftsstand vertreten. Im Jahr 2025 bezeichnete der Veranstalter die Messe als den weltweit wichtigsten Handelsplatz für trendiges Pelzdesign. Ein Aussteller merkte an: „Die Kürschner Hongkongs sind zudem erfahren darin, ihre Fertigungstechniken so anzupassen, dass der Pelzverbrauch minimiert wird. So können sie ein modisches und luxuriöses Erscheinungsbild beibehalten und gleichzeitig die Kosten so gering wie möglich halten“.
Die Hong Kong International Fur & Fashion Fair fand 2026 vom 12. bis 14. März, wie in den vorhergehenden Jahren, im Hong Kong Convention & Exhibition Centre statt, organisiert durch die Hong Kong Fur Federation. Im Jahr 2027 soll sie, wie im Vorjahr, zeitgleich mit der verwandten Messe für Lederwaren, der Asia Pacific Leather Fair (APLF), stattfinden, um einen möglichst starken internationalen Käuferandrang zu erzielen.
Die erste IFF Seoul Fur & Leather Expo wurde im Jahr 2019 abgehalten. Organisiert wurde sie vom Pelz-Weltverband International Fur Federation (IFF).
Die 5. Messe, im März 2025, bezeichnete sich als eine „zentrale Wirtschaftsplattform für die Pelz- und Lederbranche in Asien“. Sie fand wie schon bisher im Grand Intercontinental Seoul Parnas statt. Unterstützt wurde sie von der Regierung von Daying.

Eine weitere vom internationalen Pelzverband International Fur Federation (IFF) organisierte Messe ist neben Seoul die International Fur & Leather Expo in Almaty, Kasachstan. Nach den „erfolgreichen Messen der Jahre 2019 und 2022“ hieß es von Seiten des Veranstalters, das Kasachstans als größte Stadt des Landes, und darüber hinaus als finanzielles, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Zentralasiens, mit der drei Tage währenden Messe interessante Möglichkeiten für Geschäfte böte, nicht nur nach Russland und China.
Nach der COVID-19-Pandemie wandelte sich die Messe nach ihrer Selbstdarstellung in ein professionelles B2B-Format um, erhielt ein neues Branding und nahm ihren Betrieb unter dem Namen „Elite Line“ wieder auf. Sergej Stolbow, Präsident des Russischen Pelzverbandes (RFU), äußerte sich auf der Messe 2023 zur Lage auf dem Pelzmarkt: „Der Rückgang der Kaufkraft der Bevölkerung ist seit sieben bis neun Jahren zu verzeichnen. Viele Faktoren wirken sich negativ auf unsere Branche aus: Die Pandemie hat alle getroffen, und wir spüren ihre Auswirkungen noch immer. Hinzu kommt die geopolitische Lage.“ Neben den ausländischen Teilnehmern besuchten erstmals auch Vertreter des Internationalen Pelzverbands (IFF) aus London die Ausstellung.
Der Ort der 6. Veranstaltung 2026 in Almaty war EC „Atakent“, Timiryazeva 42, Pavillon 10. Die Ausstellung verzeichnete über 10.000 Besucher aus neun Ländern. Anbieter waren Unternehmen der Leder-, Pelz-, Schuh- und Accessoire-Branche.
| Name | Ort | seit | bis | Veranstalter |
|---|---|---|---|---|
| Rauchwarenmesse Leipzig | Leipzig | Teil mittelterlicher Messen | Beteiligung an regulären Messen bis Ende der DDR | – |
| Fur & Fashion | Frankfurt am Main | 1949 | 2008 | Frankfurter Rauchwaren Messe G.m.b.H. |
| Internationale Pelz- und Ledermesse Basel | Basel | 1947 | 1948 | Schweizer Mustermesse Basel (muba) |
| Salon International des Industries de la Fourrure | Paris, Frankreich | 1958 | 1993 | Société Internationale de Fourrure (S.I.F.) Comité des Expositions de Paris |
| MEXA Moscow | Moskau, Russland | 1999 | 2013 | OWP Ost-West-Partner GmbH, Weiden |
| Salon Espaňol de Peleteria y Confeccion en Piel, Iberpiel | Madrid, Spanien | 1979 | Integriert in die Schuh- und Ledermesse Modacalzado | Iberpiel sa |
| American International Fur Fair (AIFF) | New York, Las Vegas | 1979 | 1986 | International Fur Federation (IFF) |
| Montreal Fur Show, Canadian International Fur Fair | Montréal, Toronto, Kanada | 1986 | 2013 | NAAFEM |
| Japan Fur Fair | Tokio, Japan | 1991 | nach 1999 | Frankfurter Messegesellschaft Fur & Fashion, in Zusammenarbeit mit dem japanischen Kürschnerverband |
| Rauchwarenmesse in Nischni Nowgorod | Nischni Nowgorod, Russland | 1550 in Makarjewo, seit 1817 in Nischni | Verlor als Pelzmarkt in der Zeit der Sowjetunion völlig an Bedeutung | Teil des „Großen Jahrmarkts von Nischni Nowgorod“ |
| Irbit-Messe | Irbit, Russland | 1633 | Der Fellhandel ging unter der Sowjetunion an die Staatshandelsgesellschaft Sojuzpushnina in St. Petersburg über | Teil des „Irbiter Jahrmarkts“ |
| Charkiw-Messe | Charkiw, Russland | Mitte 17. Jahrhundert | In der Zeit der Sowjetunion | Teil der allgemeinen Charkiw-Messe |
| Wilna-, Vilnius-Messe | Wilna, Vilnius, Litauen | 1935 | 1940 | Kavinokis |
Pelzfelle wurden neben den als Rauchwarenmessen bezeichneten auch auf anderen Messplätzen gehandelt. In Deutschland war es besonders die Stadt Frankfurt an der Oder, die von 1365 bis 1450 Mitglied der Hanse war. Nach dem Ersten Weltkrieg war sie der wichtigste Umschlagplatz für „Wildware“, die Felle einheimischer Tiere. Wichtige asiatische Märkte waren bis zur Revolution in Russland, neben Irbit, Charkow und Nischni Nowgorod, die in Petropawlowsk und Ishim.
Messen sind auch ein wichtiger Treffpunkt zum Austausch mit Branchenkollegen. Mit dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, erst Eisenbahnen, dann Flugzeuge, verlor dies immer mehr an Bedeutung. Viel mehr Händler halten nun ganzjährig Ware vorrätig, so dass nahe am tatsächlichen Bedarf eingekauft werden kann. Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen jederzeit den Kontakt zwischen Groß- und Einzelhändlern. Direkter Kauf auf Auktionen per Internet, unter Umgehung des Großhandels, ist inzwischen auch in kleineren Losen (eine Anzahl zusammenpassender Felle) möglich.

Als Geburtsurkunde der Leipziger Messe gilt der „Stadtbrief“ von Markgraf Otto dem Reichen, der von Historikern auf die Zeit zwischen 1156 und 1170 datiert wird. Wegen der geringen Quellen lässt sich nur schwer feststellen, ab wann der Handel mit Rauchwaren und Pelzwerk hier eine Rolle gespielt hat. Erst mit den um 1500 erteilten Messeprivilegien schaffte sich Leipzig eine direkte Verbindung zu den Ursprungsorten der Rohfelle.
Der Aufschwung des Leipziger Rauchwarenhandels begann nach den Befreiungskriegen (1813 bis 1815) und setzte sich in den 1860er/1870er Jahren stetig fort. Die Umsätze stiegen schnell und erreichten ihren Höhepunkt auf der letzten Messe vor dem Ersten Weltkrieg. Leipzig hatte an Bedeutung London übertroffen und war unumstritten zu dem Hauptumschlagplatz des gesamten Rauchwarenhandels der Welt geworden. Im Jahr 1893 änderte sich die Ausrichtung der Leipziger Messen grundsätzlich, aus der Warenmesse wurde nach über sechs Jahrhunderten die Leipziger Mustermesse. Die Rauchwarenmessen blieben jedoch weiterhin Warenmessen.
In der DDR gab es keine extra Rauchwarenmessen mehr, die Staatsunternehmen beteiligten sich an den regulären Leipziger Messen und später auch an den Pelzmessen in Frankfurt am Main. Mit dem Umzug des Gros der Händler hatte sich auch die Messe nach Frankfurt verlagert. Die immer noch vorhandene Bedeutung der Pelzwirtschaft für die DDR zeigte sich auffällig darin, dass mehrfach auf Briefmarken anlässlich der Leipziger Messen Motive die Pelzbranche betreffend abgebildet waren.

Am 24. April 1949 eröffnete der Hessische Rauchwarenverband die erste Pelzmesse in der neu gegründeten Bundesrepublik, bis 1962 unter dem Namen Rauchwaren-Messe, 1963 in Internationale Pelz-Messe umbenannt, ab 1964 als Internationale Pelzmesse in Frankfurt und seit 1990 als Fur & Fashion. Sie fand jährlich auf dem Frankfurter Messegelände statt, branchentypisch in der Zeit März/April, beim Vorliegen eines Großteils der im Winter angefallenen Felle. Nach früherem Leipziger Brauch war sie von einer Neuheitenschau des westdeutschen Kürschnerhandwerks und einem Treffen von Händlern und Kürschnern, dem Kürschnertag, begleitet. Bereits die erste Messe mit 123 Ausstellern galt als großer Erfolg.
Die Messe entwickelte sich in den ersten Jahren sehr zufriedenstellend. Nach der Internationalisierung expandierte sie schnell; 1960 wurden erstmals europäische Aussteller zugelassen, ab 1962 gab es keine nationalen Beschränkungen mehr, 1963 wurde sie umbenannt in „Internationale Pelzmesse“. Die vom Rauchwarenverband getragene Frankfurter Rauchwaren Messe G.m.b.H. wurde 1953 gegründet. Über Jahre hinweg war die Frankfurter Pelzmesse die weltweit bedeutendste Veranstaltung ihrer Art. Aussteller und Käufer kamen aus fast allen pelzproduzierenden und pelzverbrauchenden Ländern der Welt. Die Frankfurter Pelzmesse war gleichzeitig Mustermesse und Verkaufsmesse, ein Großteil des Einzelhandels- und Kürschnerbedarfs wurde hier gedeckt. Ein zusätzlicher wesentlicher Anziehungspunkt für die Kürschner war die Ausstellung der prämierten Arbeiten des „Modellwettbewerb des deutschen Kürschnerhandwerks“.
Im Jahr 1981 wurde festgestellt, dass sich die Messe von einem anfangs fast nur Angebot von Fellen zu einem ganz überwiegenden Pelzkonfektionsangebot verändert hatte, fast jeder Rauchwarenhändler führte jetzt auch Konfektion. Waren die Kunden bei den ersten Messen hauptsächlich Kürschner die ihren Bedarf an Fellen deckten, gewannen langsam aber stetig die Kaufhäuser Einfluss auf die Messe.
Die zuletzt Fur & Fashion genannte Messe hatte sich in ihren letzten Jahren ihres Bestehens erheblich verkleinert, die letzte, 60. Messe fand als „Fur & Fashion“ im Frühjahr 2008 statt. Anschließend beteiligte sich die Fur & Fashion Frankfurt Messe GmbH an der Mailänder Pelzmesse „MIFUR“. In Frankfurt finden stattdessen seitdem alljährlich von den Frankfurter Rauchwarengroßhändlern veranstaltete so genannte „Market-Days“ statt.Stand 2026

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Schweiz versucht, eine ständige Pelzmesse zu etablieren. Die Beteiligung deutscher Firmen an der zweiten Baseler Pelz- und Ledermesse, März 1948, fiel in die Zeit der Währungsreform (21. Juni 1948). Unter anderem beteiligte sich der Landesverband der Rauchwarenwirtschaft Hessen, Frankfurt a/M., mit einem Gemeinschaftsstand.
Trotz günstiger Voraussetzungen, vieler internationaler Verbindungen und keinen kriegsbedingten Beeinträchtigungen, konnte sich die Messe, nach einem Anfangserfolg, nicht halten und wurde nach den beiden ersten Veranstaltungen offenbar nicht als eigenständige Messe fortgeführt.

Die erste Fachmesse der Pelzbranche in Paris fand im Jahr 1958 statt. Im Jahr 1983 hatte sie 120 Aussteller und erwartete über 8000 Besucher, 30 % davon aus dem Ausland. Seit 1960 nannte sich die Messe „Salon“, in Deutschland als „Internazionaler Pelzsalon“ beworben.
Die Messe begann mit 56 Ausstellern, von denen 7 auch auf der Frankfurter Messe vertreten waren. Die Zahlen steigerten sich allmählich und erreichten im Jahre 1964 die Spitze mit 70 Ausstellerfirmen, darunter 10 Ausländer. Zur Pariser Pelzmesse im Jahr 1961 waren über 3000 Besucher gekommen, davon rund 400 aus dem Ausland aus 19 Staaten. Der Pelzhändler Jury Fränkel erhielt in dem Jahr von der Stadt Paris, überreicht vom Pariser Oberbürgermeister, eine Medaille mit einem Porträt Fränkels.
Im Jahr 1972 hatte der Pariser Salon noch nicht die gewünschten wirtschaftlichen Resultate erzielt. Eine der Ursachen war laut dem deutschen Verbandsfunktionär Willi Treusch, „dass Frankfurt weit voraus ist und die örtlichen, messtechnischen Voraussetzungen in Paris ungünstiger sind“. 1977 hatte der Salon International des Industries de la Fourrure rund 15.000 Besucher; 17.000 im Jahr 1978 und 19.000 im Jahr 1979 (Aussteller 116, 118, 125). Die letzte Messe fand im März 1988 auf dem Ausstellungsgelände Parc des Expositions Paris-Nord statt.

Die erste Moskauer Pelzmesse MEXA fand 1999 statt. Einer der Höhepunkte des Jahres 2007 war die Modenschau der bekannten russischen Designerin Irina Krutikova. Unter den damals 85 Ausstellern aus 15 Ländern befanden sich die meisten namhaften westlichen Auktionshäuser. Der Besuch war mit 3900 Händlern und Einkäufern etwas rückläufig, was von dem Veranstalter auf die zugenommene Zahl von kleinen Verkaufsveranstaltungen zur selben Zeit in Moskau zurückgeführt wurde.
Im Jahr 2009 wurde die internationale Fachmesse für Pelz und Pelzveredelung in das offizielle Auslandsmesseprogramm des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft aufgenommen. Damit konnte erstmals ein deutscher Gemeinschaftsstand auf der Messe eingerichtet werden, der den deutschen Unternehmen der Pelzindustrie den Einstieg in den russischen Pelzmarkt erleichtern sollte.
Die Messe wurde vom deutschen Messeveranstalter OWP Ost-West-Partner GmbH auf dem zentralen Messegelände Expocenter in Moskau organisiert. Die letzte MEXA Moscow (Internationale Fachmesse für Pelz und Pelzverarbeitung) fand vom 15. bis 17. Oktober 2013 statt. Alternative Veranstaltungen sind die LeShow Moskau und die Fashion Style Russia, auf denen neben regulärer Kleidung und Schuhen auch Pelz- und Lederkollektionen angeboten werden.
Die erste spanische Pelzmesse Iberpiel fand im Jahr 1979 statt. Von der Madrider Pelzmesse Iberpiel im Jahr 1994 wurde berichtet, dass sie unter einer erstmals stattgefundenen eigenen Pelzmesse in Barcelona zu leiden hatte. Die katalonische Regionalregierung hatte das dortige Projekt reichlich bezuschusst, so dass die Messe, mit rund 40 Ausstellern der Pelzbranche, eine „sehr edle Ausstattung“ aufwies.
Die Iberpiel bezeichnet sich inzwischen als Messe vor allem für Lederbekleidung, Handtaschen, Reisegepäck und Modeaccessoires. Im Jahr 2008 wurde die 21. Messe der mit der Schuh- und Ledermesse Modacalzado zusammengelegten Messe gemeldet, zu der später die Simm hinzukam.
Im Mai 1985 fand im New York Penta Hotel die dritte US Fur Expo statt, veranstaltet durch die Master Furriers' Guild of America. 1984 war in den USA die konkurrierende Pelzmesse in Las Vegas hinzugekommen. Aus deutscher Sicht befand sich die AIFF in Las Vegas im Vergleich zur Frankfurter Messe im Jahr 1985 noch in der Entwicklungsphase, trotz einer Rekordbeteiligung von 155 Ausstellern. Der Pelzabsatz in den USA wurde in der Zeit auf etwa doppelt so hoch wie in der Bundesrepublik geschätzt. Größtes ausländisches Ausstellungsland war in dem Jahr die Bundesrepublik. Beeindruckt hat die Pelzgala in einem Theatersaal mit etwa 1000 Plätzen und die anschließende, sogenannten MGM Jubilee Show, ein „echtes Hollywood-Spektakel“. 1986 kehrte die AIFF nach New York zurück, jetzt in das neu errichtete Javits Center.
Im Jahr 1986 fand die kanadische Pelzmesse als Montreal Fur Show das erste Mal statt. Anfangs wurde sie in großen Hotels durchgeführt, jedes Jahr abwechselnd in Montreal und Toronto statt.
Die Pelzmesse in Montreal, unter der Schirmherrschaft des Council of Canada, war nach eigener Angabe im Jahr 1986 die größte in Nordamerika. 1986 kamen die Käufer vor allem aus den USA. Im Jahr 1989 umfasste die gesamte Ausstellungsfläche 13.000 m², es beteiligten sich etwa 250 Firmen aus 17 Ländern. Nach 1993, unter dem Namen Canadian International Fur Fair, gab der Veranstalter NAFFEM die Messe auf.

Vom 18. bis 21. Februar 1991 fand in Tokio erstmals die von Thomas Steinmark, Präsident der Frankfurter Messegesellschaft Fur & Fashion, ins Leben gerufene Pelzmesse Japan Fur Fair statt. Es wurden etwa 75 Aussteller aus 14 Ländern erwartet. Die Messe geschah in Zusammenarbeit mit dem japanischen Kürschnerverband. Auch 1994 lief die Messe, angelehnt an den Namen und veranstaltet von der Frankfurter Messegesellschaft Fur & Fashion, in der Fachpresse unter dem Namen Fur & Fashion Japan Fair. Es stellten 80 Firmen aus 16 Ländern aus. Eine Gruppe von neun deutschen Pelzkonfektionären zeigte ihre Kollektionen zuvor im New Olani Hotel in Tokio und im Nankai South Tower Hotel. Auch 1995 zeigten sich die befragten Aussteller einschließlich Deutschlands mit dem Verkauf zufrieden. Eine Fachzeitschrift bezeichnete 1989 die Veranstaltung als eine Ausstellung in der Art kleiner Messen, bei denen die Teilnehmer jeweils ihre eigenen Stände haben. Mit dem Ende des kurzen wirtschaftlichen Booms in Japan wurde die Messe gegen Ende der 1990er Jahre eingestellt.

Die 1817 als Nachfolger der in Makarjewo abgebrannten Messe entstandene Pelz- beziehungsweise Rauchwarenmesse in Nischni Nowgorod war Teil des „Großen Jahrmarkts von Nischni Nowgorod“, des zeitweiligen Hauptmarktes zwischen Asien und Europa. Nach alter russischer Zeitrechnung (13 Tage später als der Gregorianische Kalender) wurde die Messe jeweils von Mitte Juli bis Ende August oder Anfang September abgehalten.
Bis vor dem Ersten Weltkrieg war es neben anderen innerrussisch gehandelten Waren vor allem der Leder und Schaffellhandel, der den Markt bestimmte. Von größter Bedeutung wurde dann das Rauchwarengeschäft, der Handel mit Pelzfellen und internationalen Messebesuchern. Wesentliche Kunden der russischen Fellauktionen waren die Händler des Pelzhandelszentrum des Leipziger Brühl. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges resümierte die Messeleitung: „die Abwesenheit der ausländischen, hauptsächlich Leipziger Firmen […], die in normalen Zeiten als die größten Käufer des Jahrmarktes galten“, mache sich bemerkbar. Noch 1922 betrug der Gesamtumsatz im Pelzbereich in Nischni Nowgorod mehrere hundert Millionen Rubel. Durch Maßnahmen der Sowjetregierung wurde er jedoch bedeutungslos.
Das ehemalige Messegelände beherbergt heute das größte Kongress- und Ausstellungszentrum in der Wolgaregion und ist einer der wichtigsten Veranstaltungsorte in Nischni Nowgorod.

Der Pelzhandel auf der Irbit-Messe war der eigentliche Anlass ihrer Gründung, errichtet während der Regierungszeit des Zaren Michael I. (1596–1645). Sie erzielte Anfang des 20. Jahrhunderts einen erheblichen Gesamtumsatz, der jedoch deutlich kleiner war als auf dem, die Pelzmesse in Nischni Nowgorod umfassenden, Jahrmarkt. Obwohl sie weitab vom Verkehr liegt (kein Wasser- und anfangs noch ohne Bahnanschluss), war Irbit, nicht nur für sibirische Rauchwaren, die Felle von pelztragenden Tieren, die wichtigste Messestadt Russlands, und der bedeutendste Umschlagplatz. In Irbit kam ein Drittel aller sibirischen Waren zusammen, die Pelzwaren machten etwa 40 bis 50 Prozent des Gesamtumsatzes des Marktes aus. Der Handel mit diesen Fellen gab der Irbit-Messe auch ihre internationale Bedeutung. Die Messedauer betrug knapp einen Monat (25. Januar bis etwa 20. Februar, bei Bedarf bis 1. März).

Charkow, auch Charkiw genannt, war seit Mitte des 17. Jahrhunderts ein Hauptstapelplatz für südrussische und sibirische Rohfelle. Auf den im Januar und Oktober stattfindenden Messen wurden neben Rauchwaren bereits fertig gearbeitete Pelzwaren gehandelt. Hier wurden den aus Russland und Mitteleuropa angereisten Fellhändlern die bis dahin angesammelten Vorräte angeboten. Zwar waren die Pelzmesse in Nischni Nowgorod und die in Kjachta und der Pelzhandel auf der Irbit-Messe an Stellenwert und Umfang wesentlich bedeutender, doch soll der jährliche Umsatz die beachtliche Höhe von etwa 100 Millionen Rubel erreicht haben. Von den Charkiwschen Messen hieß es 1864, dass sie an Größe des Umsatzes nur von den Messen in Nischni Nowgorod und Irbit übertroffen wurden.
Zumindest bis Ende der 1930er Jahre hatte die Charkower Rauchwarenmesse in der Form Bestand.
Die 1935 ins Leben gerufene, jährliche Pelzmesse in Wilna seit 1938 auch Internationale Pelzmesse in Vilnius (polnisch Międzynarodowych Targów Futrzarskich w Wilnie), fand, kriegsbedingt und vor allem wegen der Ermordung der jüdischen Branchenmitglieder, nur wenige Male statt. Ausstellungsflächen der nur für Geschäftsleute gedachten Veranstaltung waren bestimmte Messegebäude in der Stadt.
Die sechste Auktion für das laufende Jahr wurde Anfang Februar des Weltkriegsjahrs 1940 angekündigt. Organisiert wurde die Messe, wie zuvor, durch den Ingenieur Kavinokis. Am 25. Januar hatte bereits die 16. Pelzauktion in den Räumen der Handels-, Industrie- und Handwerkskammer Vilnius stattgefunden. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass Vilnius vor dem Ersten Weltkrieg der wichtigste Handelsort für östliche Pelzwaren war, nach dem Hauptsammelplatz der Pelzmesse in Nischni Nowgorod.
Spätestens seit der deutschen Besetzung Litauens (1941–1944) fand wohl keine Messe mehr statt.
Seit etwa um die 1980er Jahre wandelte sich, beginnend in Europa, die Akzeptanz des Produktes Pelz. Zusammen mit anderen Tiererzeugnissen stand das Material, zeitweilig vorrangig, in der Kritik der Tierschutzbewegung und verlor seine Bedeutung in der Mode. Vor den Messegeländen fanden Demonstrationen von Pelzgegnern statt. 1986 trafen sich Verbandsrepräsentanten der Pelzbranche verschiedener Länder während der Messe in Montreal, um über eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu beraten. Deutschland, nach dem Zweiten Weltkrieg neben Amerika und Japan zeitweilig größter Pelzverbraucher, verlor an Bedeutung und die weltbedeutendste Pelzmesse in Frankfurt am Main gab im Jahr 2008 auf. In Italien wird die Branche durch die Mifur in Mailand vertreten, in Griechenland durch die Kastoria International Fur Fair 2026. Die umsatzstärksten Pelzmessen finden inzwischen im asiatischen Raum statt.