| Periclistus caninae | ||||||||||||
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Periclistus caninae ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Periclistus caninae | ||||||||||||
| (Hartig, 1840) |
Periclistus caninae ist ein Hautflügler aus der Familie der Gallwespen (Cynipidae). Die Art wurde 1840 von Theodor Hartig als Aylax caninae erstmals beschrieben. Die Art ist in Europa eine von zwei Vertretern der Gattung Periclistus. Der Artname caninae bezieht sich offenbar auf die Hundsrose (Rosa canina), eine der Wirtspflanzen, in deren Gallen sich Periclistus caninae entwickelt.
Synonyme von Periclistus caninae sind:
Weiterhin gilt der taxonomische Status von Periclistus spinosissimae Dettmer, 1924 als unsicher und wird vermutlich noch mit P. caninae synonymisiert.
Die Weibchen sind etwa 2–2,5 mm lang, die Männchen 1,4–1,8 mm. Kopf, Thorax und Hinterleib sind schwarz. Die Beine sind mit Ausnahme der Coxae gelbrot gefärbt. Die Fühler der Weibchen sind 14-gliedrig, die der Männchen 13-gliedrig. Das dritte Fühlerglied ist so lang wie das vierte, beim Männchen etwas gebogen und an der Spitze verbreitert. Die Notauli sind unvollständig ausgebildet mit kurzer oder fehlender Mittelfurche. Die Tegulae sind braungelb. Die Parapsidenfurchen (Längsfurchen an der Seite des Mesonotums nahe des Längsrands) reichen nicht bis zum Vorderrand des Mesonotums. Die Mesopleuren weisen im Gegensatz zu denen von Periclistus brandtii oben eine hell glänzende, unpunktierte Stelle auf.
Periclistus caninae ist in der westlichen Paläarktis verbreitet. Funde gibt es von der Iberischen Halbinsel, aus Mitteleuropa, England, Schottland und Fennoskandinavien.
Periclistus caninae entwickelt sich als Inquiline („Einmieter“) in den Rosengallen von Diplolepis eglanteriae, Diplolepis nervosa und Diplolepis spinosissimae. Die von diesen Inquilinen bewohnten Gallen sind größer als die normalen, sowie unregelmäßig rundlich und mehrkammerig. Die Periclistus-Larven überwintern in den Gallen und verpuppen sich im Frühjahr und verlassen diese etwa ab Mai. Die fertigen Insekten verlassen die Gallen und paaren sich. Anschließend suchen die Weibchen nach unreifen Wirtsgallen, in welche sie ihre Eier ablegen. Sowohl Periclistus caninae als auch deren Diplolepis-Wirtsarten werden von verschiedenen Erzwespen und Schlupfwespen parasitiert.