Persephassa

Persephassa (1969) ist eine Komposition von Iannis Xenakis für sechs Perkussionisten. Persephassa ist die erste Komposition von Xenakis, die vollständig von rhythmischen Gestaltungen und Prozessen geprägt ist und mit dem Phänomen von Klang in Bezug auf Zeit im Raum experimentiert.

Persephone oder Persephassa (lat. Proserpina - Königin der Toten) war außerordentlich schön und die Tochter des Zeus und der Demeter.

Konzeption

In der Musik des 20. Jahrhunderts spielen zunehmend neue musikalische Parameter wie die Räumlichkeit von Klängen eine größere Rolle. Im Raum kann statt einer statischen bewegliche Musik geschaffen werden.

Diese Komposition verdeutlicht, dass der Raum nichts Statisches ist, sondern sich mit der Zeit verändert. Jede Erfassung des Raums ist von der Zeit abhängig und somit auch von der Position jedes einzelnen Hörers. Jeder Hörer bekommt einen eigenen Eindruck des Raumes. Aus tontechnischer Sicht könnte man die Mitte des Raumes als ideale Hörerposition bestimmen, doch von ästhetischen Gesichtspunkten aus, kann man keine ideale Position bestimmen. Jede Position im Raum ermöglicht einen eigenen Höreindruck und eine umfassende Vorstellung lässt sich nur aus der Kombination aller Positionen ableiten. Da während des Konzertes nicht die Möglichkeit besteht, im Raum umherzuwandern, übernimmt in dem Stück die Musik die Funktion der Bewegung und hilft dem Publikum den Raum akustisch zu erfassen. Neben räumlichen Aspekten spielen auch Periodizitäten, Siebe und rituelle Aspekte eine Rolle in dem Stück.

Anordnung der Aufführung

Kompositionstechniken

Das Stück hat drei Teile, die sich in vielfältiger Weise voneinander unterscheiden. Die einzelnen Zeitabschnitte werden teils durch Anschläge und ihre Zeitordnungen, teils durch dynamische Differenzierungen (An- und Abschwellen) gegliedert.

Spannungsfelder der Komposition

Literatur

Musik