Peter Albin Lesky

Peter Albin Lesky (* 6. Dezember 1926 in Graz; † 12. Februar 2008 in Innsbruck) war ein österreichischer Mathematiker.

Leben

Lesky wurde in einer Lehrerfamilie geboren, sein Vater war der Altphilologe Albin Lesky. Er genoss zunächst eine humanistisch geprägte Ausbildung und absolvierte anschließend in Jugoslawien seinen Wehrdienst. 1950 schloss Lesky sein Studium der Mathematik und Physik an den Universitäten Graz und Innsbruck, wo Wolfgang Gröbner, Johann Radon und Leopold Vietoris zu seinen Lehrern zählten, mit dem Doktortitel ab. Danach war er zwei Jahre am Istituto Nazionale per le Applicazioni del Calcolo in Rom tätig, bevor er von 1952 bis 1965 als Lehrer zunächst am Akademischen Gymnasium und dann am Reithmanngymnasium in Innsbruck unterrichtete. Parallel dazu stellte Lesky bis 1959 seine Habilitationsschrift fertig und arbeitete von 1962 bis 1965 zudem als Hochschulassistent an der Universität Innsbruck. Ende 1965 wurde er zum Professor an die 1967 in Universität Stuttgart umbenannte Technische Hochschule Stuttgart berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1992 blieb und den Lehrstuhl des Mathematischen Instituts A als Geschäftsführender Direktor leitete.

Lesky war viele Jahre Mitglied des Großen Senats und 1982 bis 1986 dessen Vorsitzender, mehrfach Dekan und Institutsdirektor sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Zudem arbeitete er in der Lehrplankommission Baden-Württemberg mit und führte zahlreiche Lehrerfortbildungen durch. Bis zu seinem Tod im Februar 2008 betrieb er weitere Forschungsprojekte auf seinem Fachgebiet.

Peter Albin Lesky, ein Großneffe des Komponisten Robert Stolz, war ein begeisterter Musikliebhaber, Bergsteiger und Skifahrer. Er war verheiratet und ist der Vater von Peter Heinrich Lesky (* 1959), ebenfalls Mathematiker an der Universität Stuttgart.

Wissenschaftliche Tätigkeit

Während seiner akademischen Laufbahn war Lesky vor allem auf dem Gebiet der Orthogonalen Polynome und Hypergeometrischen Funktionen tätig. Er war Mitautor bei 13 Büchern und Monografien sowie 80 zumeist deutschen Artikeln und 14 der von ihm betreuten 17 Doktoranden verfassten Dissertationen zu diesen Themen.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Todesanzeige des Fachbereichs Mathematik der Universität Stuttgart (PDF-Datei; 23 kB)
  2. ↑ Uni-Kurier der Pressestelle der Universität Stuttgart
  3. ↑ Aram Bakshian (Hrsg.): Die ganz Welt ist himmelblau - Robert und Einzi Stolz erzählen (Autobiographisches). Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1986, ISBN 3-404-61089-X, S. 47.
  4. ↑ The Electronic News Net of the SIAM Activity Group on Orthogonal Polynomials and Special Functions (PDF-Datei; 646 kB)
  5. ↑ Lebenslauf von Peter H. Lesky (Memento vom 16. November 2010 im Internet Archive)
Personendaten
NAME Lesky, Peter Albin
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Mathematiker
GEBURTSDATUM 6. Dezember 1926
GEBURTSORT Graz
STERBEDATUM 12. Februar 2008
STERBEORT Innsbruck