Peter Arlt

Peter Arlt (* 18. Dezember 1943 in Halle) ist ein deutscher Schriftsteller, Kunstwissenschaftler, Kunstkritiker und Publizist.

Leben

Peter Arlt wuchs in Halle an der Saale als drittes Kind auf. Sein Vater Willy war Reichsbahngehilfe und Berufsschullehrer. Mit Christine, geb. Filbrich, gründete er 1971 eine Familie mit Tochter Solveig (geb. 1972) und Sohn Kristian (geb. 1975). Er besuchte die Polytechnischen Oberschule und absolvierte eine Lehre als kartographischer Zeichner in Halle.

Von 1966 bis 1973 absolvierte er ein Diplomlehrerstudium (Deutsch, Kunsterziehung). 1969 erhielt er das Karl-Marx-Stipendium. Er absolvierte ein Forschungsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Erfurt. 1974 promovierte er über das Verhältnis von Wort- und Bildzeichensprache, anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule in Erfurt. Daraufhin erfolgte 1988 die Promotion B mit der Schrift „Antikerezeption in der bildenden Kunst der DDR. Zu den Entwicklungsprozessen der antik-mythologischen Ikonographie in Malerei, Grafik und Plastik von 1945 bis 1985 und der ikonographisch-ikonologischen Methode in der Kunstwissenschaft der DDR“.

Von 1993 bis 2009 war er Professor für das Fachgebiet „Kunstgeschichte/-theorie“ an der Universität Erfurt. Ab 1975 war er Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, ab 1990 arbeitete er in den Vorständen des VBK Thüringens und des BDK-Thüringen mit. 2000 wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Erste Gedicht veröffentlichte er während des Dienstes bei der Volksmarine; er war auch Mitglied des Zirkels Schreibender Matrosen. Während der Studienzeit wirkte er in der „Literarischen Werkstatt“ der Pädagogischen Hochschule Erfurt (geleitet von Kurt Steiniger) mit und war Mitglied des Arbeitskreises Junger Autoren in Thüringen. Er nahm an den ersten FDJ-Poetenseminaren in Schwerin (Begegnung mit Günther Deicke, Richard Pietraß, Jürgen Fuchs, Matthias Biskupek) teil. Von 1974 bis 1982 war er Kandidat im Schriftstellerverband der DDR, Landesverband Thüringen (Leitung Wulf Kirsten). Er publizierte Gedichte und den Briefwechsel mit Helmut Preißler in der „Neuen Deutschen Literatur“.

Von 1982 an war er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und nach 1990 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler.

Studienreisen führten ihn nach Odessa, Kiew, Leningrad, Moskau und 1988 nach Köln.

Neben der beruflichen Tätigkeit und als Publizist schrieb er Gedichte, Texte und war als Publizist und Kunstkritiker tätig, so in Tageszeitungen (vor allem Thüringer Allgemeine) und Fachzeitschriften, ab 2010 bei Ossietzky.

Als Kunstwissenschaftler ist Arlt auch Kurator von Ausstellungen, Kunstautor und Kunstkritiker (Das Urteil des Paris in der Kunst der DDR, 1986, Antik-Wandel. Mythos und Antike in der DDR-Karikatur, 1989, Mythos und Figur, 2001, Zwischen Schwelgen und Schindung. Sammlung Peter Arlt zu antiken Mythen, Mythos und Kunst. Kassandra auf dem Forum, 2010/11, und Merseburger Sprüche & Sprünge. Hommage auf den Realismus. Zum 100. Geburtstag Willi Sittes, 2021/22).

2026 wurde ihm der Verdienstorden des Freistaats Thüringen verliehen.

Publikationen

Gedichte

Prosa

Fachliteratur

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ministerpräsident Mario Voigt verleiht Thüringer Verdienstorden an verdiente Bürgerinnen und Bürger. In: thueringen.de. 25. Juni 2026, abgerufen am 29. Juni 2026.
Personendaten
NAME Arlt, Peter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller, Kunstwissenschaftler, Kunstkritiker und Publizist
GEBURTSDATUM 18. Dezember 1943
GEBURTSORT Halle (Saale)