Peter Bartenstein

Peter Alexander Bartenstein (* 19. August 1959 in Nürnberg) ist ein deutscher Facharzt für Nuklearmedizin und war Direktor an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er beschäftigt sich vornehmlich mit den Themen Neuronuklearmedizin und Endoradiotherapie zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen.

Peter Alexander Bartenstein

Leben

Bartenstein studierte von 1978 bis 1983 Humanmedizin am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum und am Universitätsklinikum Bonn. Von 1986 bis 1990 war Bartenstein als Assistenzarzt an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Münster tätig, gefolgt von einem Aufenthalt als Wissenschaftler am Hammersmith Hospital in London. Von 1991 bis 1994 folgte eine Anstellung als Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Münster. Nach Erhalt der Venia Legendi (Habilitation) war er von 1994 bis 1999 als Oberarzt an der Nuklearmedizinischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München tätig. 1999 erhielt Bartenstein einen Ruf auf den Lehrstuhl für Nuklearmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie 2006 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Nuklearmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Forschung

Peter Bartensteins Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Neuronuklearmedizin, insbesondere Positronen-Emissions-Tomographie mit Rezeptorliganden und anderen Radiopharmaka bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie im Bereich der Endoradiotherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen, insbesondere neuroendokriner Tumore, dem Prostatakrebs und dem Schilddrüsenkrebs.

Bartensteins wissenschaftliche Publikationsliste umfasst mehr als 690 auf PubMed gelistete Publikationen.

2024 erhielt Bartenstein die Wolfgang-Peisser-Medaille der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München für seine besonderen Verdienste um die Promotionsangelegenheiten der Medizinischen Fakultät über viele Jahre.

Funktionen in wissenschaftlichen Einrichtungen

Seit 2008 ist Bartenstein Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer und seit 2013 Leiter der LMU Munich Medical Research School. Zudem war Bartenstein von 2019 bis 2021 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Lebenslauf Univ.-Prof. Dr. med Peter Alexander Bartenstein. In: Bundesärztekammer. Archiviert vom Original am 7. März 2022; abgerufen am 12. April 2024.
  2. ↑ Neue DFG-Forschungsgruppen mit LMU-Beteiligung Website der Ludwig Maximilians-Universität München. Abgerufen am 4. Juni 2021.
  3. ↑ Alexander R Haug, Christoph J Auernhammer, Björn Wängler, Gerwin P Schmidt, Christopher Uebleis, Burkhard Göke, Paul Cumming, Peter Bartenstein, Reinhold Tiling, Marcus Hacker: 68Ga-DOTATATE PET/CT for the early prediction of response to somatostatin receptor-mediated radionuclide therapy in patients with well-differentiated neuroendocrine tumors. In: J Nucl Med. 2010 Sep;51(9):1349-56. doi: 10.2967/jnumed.110.075002, PMID 20720050.
  4. ↑ K. Rahbar, H. Ahmadzadehfar, C. Kratochwil, U. Haberkorn, M. Schäfers, M. Essler, R. P. Baum, H. R. Kulkarni, M. Schmidt, A. Drzezga, P. Bartenstein, A. Pfestroff, M. Luster, U. Lützen, M. Marx, V. Prasad, W. Brenner, A. Heinzel, F. M. Mottaghy, J. Ruf, P. T. Meyer, M. Heuschkel, M. Eveslage, M. Bögemann, W. P. Fendler, B. J. Krause: German Multicenter Study Investigating 177Lu-PSMA-617 Radioligand Therapy in Advanced Prostate Cancer Patients. In: Journal of Nuclear Medicine. Band 58, Nummer 1, Januar 2017, S. 85–90, doi:10.2967/jnumed.116.183194, PMID 27765862.
  5. ↑ Publikationsliste Peter Bartenstein Pubmed. Abgerufen am 16. November 2021.
  6. ↑ LMU: Jahresempfang der medizinischen Fakultät 2024
Personendaten
NAME Bartenstein, Peter
ALTERNATIVNAMEN Bartenstein, Peter Alexander (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Nuklearmediziner und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 19. August 1959
GEBURTSORT Nürnberg