
Peter Burckhardt (auch Burckhardt-Forcart; * 25. August 1742 in Basel; † 24. März 1817 ebenda) war ein Schweizer Politiker.
Peter Burckhardt entstammte einem alten Basler Patriziergeschlecht und wurde als Sohn des Hans Balthasar Burckhardt (1703–1773), Kaufmann, Angehöriger der „Dreizehner“ (des politisch einflussreichen Gremiums, das sich aus neun vom Kleinen Rat gewählten Mitgliedern und den vier Regierenden der Stadt zusammensetzte) und Tagsatzungsgesandter und der Valeria Beck (1710–1768) geboren. Er war ein Urenkel des Johann Balthasar Burckhardt (3. April 1642 in Basel, † 4. Mai 1722 ebenda), von 1705 bis 1722 Bürgermeister von Basel. Seine Schwester war Valeria Burckhardt (1730–1795), verheiratet mit Hans Rudolf Frey (1722–1798), Rechenrat. Peter Burckhardt übernahm 1761 die väterliche Firma der Seidenbandfabrikation. Er war Mitglied verschiedener in- und ausländischer Freimaurerlogen, unter anderem gehörte er der Loge „Zur Freundschaft und Beständigkeit“ in Basel an, die zuerst „Amité et Constance“ hiess und unter seiner Leitung zur deutschen Sprache überging und sich den heutigen Namen gab.
1772 wurde er in den Basler Grossen Rat gewählt und war von 1784 bis 1798 als Dreizehner im Kleinen Rat von Basel. In der Zeit von 1772 bis 1796 war er Tagsatzungsgesandter und in dieser Zeit wurde er 1789 Oberstzunftmeister. 1790 erfolgte seine Wahl zum Bürgermeister von Basel. 1795 spielte er eine vermittelnde Rolle beim Austausch der französischen Prinzessin Marie Thérèse Charlotte de Bourbon gegen 20 Franzosen in österreichischer Gefangenschaft. Anfang 1798 gab er sein Bürgermeisteramt ab und wurde Mitglied der Basler Nationalversammlung. 1803 wurde er erneut in den Grossrat gewählt und ab 1811 war er wieder im Kleinrat. In der Zeit von 1811 bis 1815 wurde er erneut zum Bürgermeister von Basel gewählt. 1812 wurde er Landammann der Schweiz. Zwei Jahre vor seinem Tode zog er sich von allen öffentlichen Ämtern zurück.
Er war verheiratet mit Anna (* 3. Januar 1743 in Basel; † 28. Juli 1808 ebenda), eine Tochter des Dietrich Forcart (1713–1798) vom Landgut Mayenfels, Basler Grossrat und Stadtschreiber. Gemeinsam hatten sie fünf Kinder:
Er war, gemeinsam mit Johann Friedrich Münch, Andreas Buxtorf, J. R. Forcart, Andreas Merian und Jakob Sarasin, Mitbegründer der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen in Basel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burckhardt, Peter |
| ALTERNATIVNAMEN | Burckhardt-Forcart, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1742 |
| GEBURTSORT | Basel |
| STERBEDATUM | 24. März 1817 |
| STERBEORT | Basel |