Peter Deyhle (* 20. November 1936 in Stuttgart) ist ein Schweizer Gastroenterologe und Pionier der Endoskopie. Die von ihm eingeführte endoskopische Entfernung von Darmpolypen, die nach Bert Vogelstein Vorstufen zu bösartigem Darmkrebs sein können, wird heute vielfach in Vorsorgeuntersuchungen (Darmspiegelung) angewandt.
Deyhle erhielt eine Ausbildung in Innerer Medizin am Städtischen Krankenhaus Werdohl und am Universitätsklinikum Erlangen. Auf der Zwischenstation Pathologie war er zwei Jahre an der Universität Mainz und für ein Jahr dort auch in der Radiologie tätig. Eine Weiterbildung in Gastroenterologie erhielt er an der Universitätsklinik Erlangen. 1971 war er Oberarzt an der medizinischen Poliklinik Universitätsspital Zürich. 1973 erfolgte seine Habilitation, 1976 erhielt er eine Professur.
Er schrieb über 350 wissenschaftliche Publikationen und beschäftigte sich neben der Magensekretion vor allem mit der Endoskopie. Er entwickelte neue Methoden und führte einige Ersteingriffe durch. 1969 konstruierte und baute er ein Polypektom zur Abtragung von Polypen im Magendarmtrakt und wies schon 1973 darauf hin, dass die endoskopische Polypektomie im Dickdarm ein krebsprophylaktischer Eingriff ist, dem zusätzlich eine volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt.
Mitte der 1970er Jahre initiierte er ein Forschungsprojekt zur laparoskopischen Cholezystektomie, Appendektomie und Vagotomie des Magens. Dazu erhielt er einen Forschungskredit von der Stiftung Helmut Horten Villalta. Das Projekt wurde aufgrund mangelnder chirurgischer Unterstützung eingestellt. 1980 verließ Deyhle die Universität und widmete sich anderen Aufgaben, über die nichts öffentlich bekannt ist.
Deyhle entwickelte neue Methoden und praktizierte mehrere Ersteingriffe, darunter:
| Personendaten | |
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| NAME | Deyhle, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Gastroenterologe |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1936 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |