Peter Henkenborg (* 6. Oktober 1955 in Cloppenburg; † 22. August 2015 in Gießen) war ein deutscher Politikwissenschaftler und Professor für Didaktik der politischen Bildung.
Peter Henkenborg studierte Politik und Geschichte auf Lehramt für Realschulen und absolvierte in den Jahren 1982–1984 ein Referendariat. In den Jahren 1986–1999 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Dissertation verfasst er unter dem Titel „Die Unvermeidlichkeit der Moral. Über den Beitrag der Ethik zur Politischen Bildung in der Risikogesellschaft“. Sie wurde 1992 im Wochenschau Verlag veröffentlicht. 1995–1998 übernahm er Vertretungsprofessuren an den Universitäten Gesamthochschule Kassel, an der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der TU Dresden. Er arbeitete 1999 – 2006 als Professor für Didaktik der politischen Bildung/Gemeinschaftskunde an der TU Dresden und war zuletzt seit dem 1. Oktober 2006 bis zu seinem Tode Professor für Didaktik der politischen Bildung an der Philipps-Universität Marburg. Sein Werk umfasst Beiträge zur Didaktik des Politikunterrichts, insbesondere zur gesellschaftstheoretischen Fundierung der politischen Bildung und zur empirischen Unterrichtsforschung. Er war verheiratet und Vater zweier Kinder und nach eigener Aussage ein „praktizierender Fan und Mitglied des 1. FC Köln“.
Peter Henkenborg engagierte sich in Fach- und Berufsverbänden der politischen Bildung. So war er Gründungsmitglied der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) und von 1999 bis 2002 Mitglied des Sprecherkreises. 2000 bis 2003 war er Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB) und 2000 bis 2006 Landesvorsitzender der Deutschen Vereinigung für politische Bildung Landesverband Sachsen.
Darüber hinaus beteiligte er sich an Fachzeitschriften. 1998 bis 2002 war er Redakteur der Zeitschrift „DVPB aktuell“ der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (jetzt Polis); 2002/2003 leitender Redakteur der Zeitschrift Polis. 2001 bis 2005 war er Mitherausgeber der Zeitschrift „sowi-onlinejournal – Zeitschrift für Sozialwissenschaften und ihre Didaktik“. Zudem war er Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Kursiv – Journal für politische Bildung“ (jetzt: Journal für politische Bildung). Schließlich war er seit 2003 Mitherausgeber von „Journal of Social Science Education – Journal für Sozialwissenschaften und ihre Didaktik“.
Monographien, Herausgeberschaften
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Henkenborg, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 6. Oktober 1955 |
| GEBURTSORT | Cloppenburg |
| STERBEDATUM | 22. August 2015 |
| STERBEORT | Gießen |