Peter Jutzi

Peter Jutzi (2007)

Peter Jutzi (* 21. Oktober 1938 in Duisburg; † 6. April 2024) war ein deutscher Chemiker und Professor für Anorganische Chemie an der Universität Bielefeld.

Leben

Peter Jutzi war der Sohn des Ingenieurs und Politikers Alfred Jutzi. Er studierte Chemie an der Technischen Universität München und schloss sich der Münchener Burschenschaft Cimbria an, der auch sein Vater angehörte. Er beendete das Studium mit dem Diplom 1963 und wurde 1965 an der Universität Marburg bei Max Schmidt promoviert (Beiträge zur Chemie der Organozinn-Phosphine). 1971 habilitierte er sich in Würzburg [Nichtklassische (p-p)-Systeme]; ab 1979 war er Professor in Bielefeld.

Jutzi befasste sich mit Metallorganischer Chemie, speziell mit der Dynamischen Covalenten Chemie von Gruppe-13-Elementen, mit Cyclopentadienylverbindungen der Hauptgruppenelemente, mit π-Komplexen des niederwertigen Siliciums, mit dem Bildungsmechanismus und der Präparation von Metall- und Metalloxid-Nanopartikeln sowie mit Metallasilsesquioxanen im CVD- und Sol-Gel-Prozess.

2002 erhielt er den Alfred-Stock-Gedächtnispreis, 1992 den Max-Planck-Forschungspreis, 2000 den F. S. Kipping Award und 1987 den Wacker Silicon Preis. 2007 war er Fellow der Japan Society for the Promotion of Science.

Schriften (Auswahl)

Commons: Peter Jutzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Jutzi. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender - Band I A-J. K.G.Saur, 2003, S. 1513.
  2. ↑ Traueranzeige in der Neuen Westfälischen Zeitung vom 15. Juni 2024, abgerufen am 15. Juni 2024
  3. ↑ Dieter Straub: Aus den Burschenschaften: Die Alpinen Skimeisterschaften der DB in Immenstadt. In: Burschenschaftliche Blätter, 78. Jg. (1963), H. 6, S. 156.
  4. ↑ Informationen zu und akademischer Stammbaum von Peter Jutzi bei academictree.org, abgerufen am 15. Februar 2018.
Personendaten
NAME Jutzi, Peter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Chemiker
GEBURTSDATUM 21. Oktober 1938
GEBURTSORT Duisburg
STERBEDATUM 6. April 2024