Peter Kozek

Peter Kozek (* 27. April 1972 in Baden) ist ein österreichischer Künstler. Seine Tätigkeit bewegt sich größtenteils in den Bereichen Performance, Installation, Zeichnung und Video/Film und öffentlicher Raum.

Biographie

Kozek studierte von 1995 bis 1998 klassischen Gesang bei Annet Zaïre, und von 1998 bis 2002 Medienübergreifende Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Brigitte Kowanz. Von 2006 bis 2020 war er Lehrbeauftragter für „Performance und Raum“ sowie Assistent an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Abteilung für Transmediale Kunst bei Brigitte Kowanz. Seither ist er am Angewandte Performance Lab als Senior Artist tätig. Peter Kozek lebt und arbeitet in Wien. Zusammen mit Thomas Hörl mietet er ein Studio in den sogenannten Praterateliers (Bildhauergebäude des Bundes).

Künstlerisches Werk

LGBQT – kozek hörlonski – Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich, Reinsberg 2011

Peter Kozek agiert in seinen „dynamischen Raumskulpturen“ mit unterschiedlichen Erscheinungsformen bildnerisch-künstlerischer Medien wie Installation, Performance, Zeichnung und Video. Die Arbeiten stehen oft in Wechselbeziehung zum umgebenden Raum, Analysen der architektonischen Gegebenheiten oft am Beginn der Entwicklung dieser performativen Installationen.

Seit 2003 arbeitet Peter Kozek häufig mit Thomas Hörl zusammen. Bis 2020 verwendeten die beiden Künstler dafür den Gruppennamen kozek hörlonski. Seit 2020 erscheint das Künstlerduo allerdings unter ihren bürgerlichen Namen. Zahlreiche weitere Kooperationen mit Gin Müller, Sodom Vienna, Ampe Geusau, Geschwister Odradek, Victor Jaschke, Die Familie, Jakob Lena Knebl, Jan Machacek, Elinor Mora, Josh Fur, Alexander Martinz u. v. m.

Immer wieder tritt er auch als Kurator in Erscheinung, zumeist Performance-Veranstaltungen.

Werke von Peter Kozek, kozek hörlonski bzw. in Kooperation mit Thomas Hörl sind u. a. in den Sammlungen der Artothek des Bundes, der Stadt Wien und des Landesmuseums Niederösterreich vertreten.

Widerstäbe / Counterpoles

Widerstäbe / Counterpoles – Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Josefsplatz, Baden bei Wien 2017

Ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. 36 Metallstäbe sind über die Fläche des Josefsplatzes in Baden verteilt und richten sich in unterschiedlichen Winkeln aus dem Boden auf. Diesen zunächst unregelmäßig verstreut scheinenden „Widerstäben / Counterpoles“ wohnt eine überlegte Ordnung inne: Sie alle streben einem imaginär über dem Platz schwebenden Davidstern zu, einem Symbol der Erinnerung an alle jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Die architektonische Umsetzung erfolgte durch und mit ASAP HOOG PITRO SAMMER. Die Eröffnung erfolgte in Anwesenheit von Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner und Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 23. April 2017 im Arnulf-Rainer-Museum, Baden.

Ausstellungen/Performances (Auswahl)

Peter Kozek

kozek hörlonski

Kooperationen

Dämonische Leinwände I-III, Filmtrilogie, Installationen, Screenings, Ausstellungen u. a. im Kunstraum Lakeside, Steirischer Herbst, Reaktor Wien, Belvedere 21/Blickle Kino gemeinsam mit Alexander Martinz und Thomas Hörl, 2017-2020

Lichthöhe, Film, Installation, Kunst im öffentlichen Raum im Rahmen von SERPENTINE – a touch of heaven and (hell), Großglockner Hochalpenstraße, MMKK Klagenfurt, gemeinsam mit Thomas Hörl und Victor Jaschke, 2020-2022

Shaken Grounds. Seismography of Precarious Presences, Artistic Research gemeinsam mit Nikolaus Gansterer, Mariella Greil und Lucie Strecker, seit 2022

Kuratorische Tätigkeit (Auswahl)

Auszeichnungen/Stipendien

Peter Kozek

kozek hörlonski

Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ BildhauerInnenGebäude im Wiener Prater | die Praterateliers. Abgerufen am 15. März 2025.
  2. 1 2 kozek hörlonski | Projekte: Peter Kozek: Widerstäbe / Counterpoles, 2017. Abgerufen am 24. Mai 2017.
  3. 1 2 althaler + oblasser og: publicart – Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich kalender – peter kozek. Abgerufen am 24. Mai 2017.
  4. 1 2 WIDERSTÄBE/COUNTERPOLES | ASAP-ZT GMBH. In: ASAP-ZT GMBH. 24. April 2017 (asap-zt.com [abgerufen am 24. Mai 2017]).
  5. ↑ From Inner to Outer Shadow - Transmediale Kunst. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  6. ↑ Peter Kozek. In: Manifesta 11. 24. Juni 2016 (manifesta.org [abgerufen am 13. Januar 2017]).
  7. ↑ Unter den Riesinnen – Peter Kozek. In: Keine Berge, trotzdem Tirol — kultur.tirol. (online [abgerufen am 13. Januar 2017]).
  8. ↑ Tiroler Künstlerschaft: Tiroler Künstlerschaft. In: 2002-16.kuenstlerschaft.at. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  9. ↑ Constantin Luser / Brigitte Kowanz / Peter Kozek. In: Galerie Petra Seiser. Abgerufen am 2. November 2021 (deutsch).
  10. ↑ Viewpoints on Folklore « Austrian Cultural Forum London. In: www.acflondon.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2017; abgerufen am 13. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Dämonische Leinwände I – Uninvited Dämonische Leinwände II – Arrival - steirischer herbst Archiv. Abgerufen am 15. März 2025.
  12. ↑ Kunstwerke | Art Works. In: HEAVEN AND HELL. Abgerufen am 15. März 2025.
  13. ↑ shaken grounds – Contact & Imprint. Abgerufen am 15. März 2025 (englisch).
  14. ↑ STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Roboter und Liebeskurse. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 13. Januar 2017]).
  15. ↑ KUNST | STOFF | PLASTIK - Mitmachausstellung - ZOOM Kindermuseum Wien - ZOOM Kindermuseum Wien. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  16. ↑ Mitmach-Ausstellung zum Thema Boden für Kinder von 6 bis 12 Jahren - ZOOM Kindermuseum Wien. Abgerufen am 15. März 2025.
  17. ↑ Preis der Kunsthalle Wien 2002. Abgerufen am 10. November 2021 (deutsch).
  18. ↑ H13 2009 Niederoesterreich Preis für Performance: kozek hörlonski. Abgerufen am 2. November 2021.
  19. ↑ oe1.orf.at: outstanding 10 - outstanding artist awards des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Abgerufen am 10. November 2021.
  20. ↑ Away. Abgerufen am 10. November 2021 (deutsch).
  21. ↑ Preise der Stadt Wien 2021 für herausragende Leistungen in Kultur und Wissenschaft. In: PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien/ots.at. 1. September 2021, abgerufen am 2. September 2021.
  22. ↑ crisscross | SCHLEBRÜGGE.EDITOR. Abgerufen am 15. März 2025.
  23. ↑ iService Medien & Werbeagentur: Die Schallplatte - 100 Jahre. Abgerufen am 16. November 2021.
  24. ↑ Transmediale Kunst | Transmedia Art. De Gruyter, 2018, ISBN 978-3-11-060081-0 (degruyter.com [abgerufen am 16. November 2021]).
Personendaten
NAME Kozek, Peter
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Künstler
GEBURTSDATUM 27. April 1972
GEBURTSORT Baden