Peter Manns (* 10. März 1923 in Oberhausen; † 23. April 1991 in Mainz) war ein deutscher römisch-katholischer Priester und Kirchenhistoriker. Er forschte und publizierte vor allem über den von ihm aus katholischer Sicht wertgeschätzten „Vater im Glauben“ Martin Luther.
Nach dem Studium der Theologie in Würzburg, Bonn und Mainz wurde Manns 1951 zum Priester geweiht. Er war ein Schüler von Joseph Lortz, bei dem er auch promovierte, und später über viele Jahre dessen Mitarbeiter. Er war Honorarprofessor an der Universität Mainz. Als Nachfolger Lortz’ wurde er Direktor des Mainzer Instituts für Europäische Geschichte in der Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte.
Seine Monografien, Aufsätze und Vorträge über Martin Luther (letztere oft im Rahmen ökumenischer Veranstaltungen) trugen zur interkonfessionellen Verständigung über die heutige Bedeutung des Reformators und zum katholisch-lutherischen Dialog bei. 1983 wurde ihm dafür als erstem katholischen Theologen die Ehrendoktorwürde der Universität Helsinki verliehen.
Er hat sich nach Martin Honecker besonders um Luthers „Verständnis von Rechtfertigung, von Liebe und Hoffnung, seine Stellung zu den Heiligen“ bemüht und nannte Luther sogar „Vater im Glauben“. Er steht damit für einen Flügel der katholischen Lutherbewertung.
1981 gehörte er zu den Unterzeichnern des umstrittenen Heidelberger Manifestes.
| Personendaten | |
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| NAME | Manns, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geistlicher, römisch-katholischer Kirchenhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 10. März 1923 |
| GEBURTSORT | Oberhausen |
| STERBEDATUM | 23. April 1991 |
| STERBEORT | Mainz |