Peter Waschinsky (* 22. März 1950 in Halle/Saale) ist ein deutscher Puppenspieler.
Peter Waschinsky studierte von 1970 bis 1974 Schau- und Puppenspiel an der Schauspielschule in Ost-Berlin mit dem Diplom als Puppenspieler.
1976 war er Mitbegründer des Puppentheaters Neubrandenburg und wurde dessen künstlerischer Leiter. Als erstes DDR-Puppenspiel-Ensemble spielte es regelmäßig für Erwachsene. Die Truppe trainierte täglich ihr Handwerk.
Ab 1978 trat er vermehrt mit Soloprogrammen in anderen Orten auf, auch bei Festivals in Polen und Frankreich. 1980 erregten seine Aufführungen beim Puppenspiel-Festival der Internationalen Vereinigung der Puppenspieler (UNIMA) in Washington für Aufmerksamkeit, er war auch in der Sondersendung der Muppets Show darüber "Here come the puppets" mit einem Stück vertreten. Ab 1988 war er der Initiator und Moderator der Kleinkunstbühne Cabaret Phillip in Berlin-Treptow.
Er spielte als Puppenspieler in Schauspielen unter Christoph Schroth, Adolf Dresen u. a.
Nach 1990 nutzte Peter Waschinsky die neuen Möglichkeiten für Auftritte in zahlreichen Orten mit den verschiedensten Formen. Von 1996 bis 2006 trat er häufig im Hackeschen Hof Theater in Berlin seines Lebensgefährten Burkhart Seidemann auf. Ab 2017 führte er das Hack-B-Theater in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg.
Peter Waschinsky lehrte als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin von 1975 bis 1998 und 1999 bis 2002 an der École Superieur Nationale des Institut International de la Marionette in Charleville-Mézière in Frankreich.
Er galt als der innovativste Puppenspieler in der DDR, der z. B. Silvia Brendenal, die spätere Leiterin der Schaubude in Berlin, und die Puppenmacher Christian Werdin oder Barbara und Günther Weinhold inspirierte. Auch nach 1990 erhielt er viel Anerkennung für seine kreativen und oft ungewöhnlichen Inszenierungen und galt als einer der vielseitigsten deutschen Puppenspieler seiner Zeit. Seit 2025 ist er im Ruhestand.
Peter Waschinsky gestaltete zahlreiche Puppentheaterprogramme vor allem für Erwachsene, in denen er mit den verschiedensten Darstellungsformen experimentierte. Einige waren nach dramatischen Vorlagen, am bekanntesten wurde Furcht und Elend des Dritten Reiches (1980), als erste Puppeninszenierung nach Brecht, einige wurden an größeren Theatern wie dem Deutschen Theater Berlin und der Deutschen Staatsoper aufgeführt.
Peter Waschinsky drehte mehrere Puppenkurzfilme, einige auch mit realen Darstellern
| Personendaten | |
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| NAME | Waschinsky, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Puppenspieler |
| GEBURTSDATUM | 22. März 1950 |
| GEBURTSORT | Halle/Saale |