Der Pfahlhaufen gilt als eine Einteilungsart der Weinberge. Als Maß sind zwei Varianten bekannt. Zum einen wird es als Flächeneinheit und zum anderen als Mengeneinheit verstanden. Die Erwähnung des Maßes in der Quellen-Literatur für diesen Artikel erfolgte bereits 1758.
Der Pfahlhaufen ist eine alte Maßeinheit aus dem Weinbau. Er bezeichnet eine Fläche von etwa 20 Schritt im Quadrat. Wenn auch der Schritt von Region zu Region unterschiedlich war, so ergibt sich bei einer ungefähren Länge von 75 cm eine Fläche von etwa 15 Metern im Quadrat, also ungefähr 225 m².
Die Anbindepfähle, an denen während der Reifezeit die Weinreben angebunden waren, einer so großen Grundfläche wurden jeweils zum Winter zu einem Haufen aufgeschichtet.
Ein Weinberg zu 100 Pfahlhaufen ist damit etwa 2,25 Hektar groß, das heißt, dass etwa 45 Pfahlhaufen einem Hektar Weinberg entsprechen.
Der Pfahlhaufen ist auch als Mengeneinheit eine Einteilungsart der Weinberge. Man errechnete die Menge Pfahlhaufen zwischen 6 und 10 Schock je nach Region, Bodengüte, Lage, Größe, Alter der Weinberganlage und/oder eingebautem Obst. Das Schock wird mit 60 Stück gerechnet. Diese Beurteilung der Weinberge (Weingarten) war entscheidend für die Pacht und für den Lohn der Leser (Erntehelfer). Nach der Anzahl der Pfahlhaufen wurde auch auf den Most- und Weinertrag geschlossen.
Ertrag in einer Meißnischen Weinregion: