| Phaeovirus | ||||||||||||||||
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Schemazeichnung: Virion der Gattung Phaeovirus, typisch für die Familie Phycodnaviridae | ||||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||||
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| Taxonomische Merkmale | ||||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||||
| Phaeovirus | ||||||||||||||||
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Phaeovirus ist eine Gattung von Viren in der Familie der Phycodnaviridae und gehört damit zum Phylum Nucleocytoviricota (alias Nucleocytoplasmic large DNA viruses, NCLDV). Als natürliche Wirte dienen Algen der Ordnung Ectocarpales. Es gibt (mit Stand 30. April 2024) drei Spezies in dieser Gattung. Der Wortbestandteil Phaeo- ist abgeleitet von griechisch φαιός phaiós: „dunkel“.
Das International Committee on Taxonomy of Viruses (ICTV) hat mit Stand 30. April 2024 folgende Spezies anerkannt:
Gattung Phaeovirus
Nicht mehr offiziell geführt werden folgende Vertreter:
Eine Liste, die auch einzelne Stämme (Isolate) und Abkürzungen aufführt findet man bei ScienceDirect. Oft – nicht immer – bezeichnet der Zusatz -a eine Spezies, -1 den zugehörigen Typus-Stamm (Isolat).
Die folgende Systematik folgt Schulz et al. (2018) mit Korrekturen und Ergänzungen nach Hao et al. (2018):
| Phycodnaviridae |
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YSLPV = „Yellowstone Lake Phycodnavirus“
DSLPV = „Dishui Lake Phycodnavirus“
Chlorovirus-Typ = „Phycodnaviridae“ s. s.
Greiner et al. (2018) sehen YLPV2 (alias YSLPV2, Yellowstone Phycodnavirus 2) jedoch nicht in der Klade der Viren vom Chlorovirus-Typ.
Coccolithovirus, „Sylvanvirus“ und die PV_04-Klade werden heute jedoch meist in einer gemeinsamen Klade „Pandoravirales“ gesehen.
Die Virionen (Virusteilchen) der Phaeoviren haben eine Hülle mit ikosaedrischer oder sphärischer Geometrie mit der Triangulationszahl T=169. Der Durchmesser beträgt ca. 120–150 nm.

Das Genom ist linear und hat eine Länge von etwa 150–350 Kbp (Kilobasenpaaren).
Bei der Typusspezies EsV-1 haben die Virionen einen Durchmesser von 200 nm, die Genomlänge beträgt 335.593 bp, es werden vorhergesagt 240 Proteine kodiert und der GC-Gehalt liegt bei 51,7 %.
Die Virusreplikation geschieht nukleo-cytoplasmatisch (vom Zellkern ins Zytoplasma). Das Virus verlässt die Wirtszelle durch Lyse vermittels lytischer Phospholipide. Die Übertragung geschieht durch passive Diffusion.