Philipp Allfeld

Philipp Allfeld (* 2. November 1852 in München; † 29. Juni 1940 in Gießen) war ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und Komponist.

Leben

Der Sohn des Staatsanwalts und Oberlandesgerichtsrats Philipp Allfeld und seiner Ehefrau Mathilde, geborene Zenger – einer Tochter des Professors für Römisches Recht an der Universität München, Franz Xaver Zenger – legte 1871 die Abiturprüfung am Münchner Maximiliansgymnasium ab und studierte anschließend Rechtswissenschaften (Jura) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Studentenverbindung AGV München im Sondershäuser Verband. In München wurde er 1877 zum Dr. jur. promoviert.

Er trat in den bayerischen Justizdienst ein, wurde 1879 3. Staatsanwalt in Traunstein, 1882 Amtsrichter in München sowie 1886 2. Staatsanwalt und wurde 1891 zum Landgerichtsrat befördert. 1895 folgte er einer Berufung zum ordentlichen Professor für Straf- und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. An der Universität wirkte er als Prokanzler und 1903/04 als Prorektor sowie als Mitglied des Verwaltungsausschusses. Daneben übernahm er im Wintersemester 1919/20 bis zum Sommersemester 1923 einen Lehrauftrag an der Wirtschaftshochschule in Nürnberg. Mit dem 1. Oktober 1925 wurde er emeritiert. Er war musikalischer Leiter des „Gemeinnützigen Vereins Erlangen“ sowie Mitglied der „Internationalen Kriminalistischen Vereinigung“, der „Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht“ und der „Deutschen strafrechtlichen Gesellschaft“. Er erhielt die Titel „Geheimer Hofrat“ und 1922 „Bayerischer Geheimer Rat“.

1871 heiratete er Paula Reßler, Tochter des Münchner Regierungsdirektors Dionys Reßler. Aus der Ehe gingen die Töchter Berta (* 1883) und Hildegard (* 1891) hervor.

Allfeld verfasste zahlreiche juristische Standardwerke und Kommentare zu Reichs- und Landesgesetzen, Strafprozess-, Urheber- und Verlagsrecht, daneben komponierte er aber auch Lieder, Männerchöre und Messen und verfasste den Text zu einer Oper.

Schriften (Auswahl)

Juristisches:

Musikalisches:

Sonstiges:

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ nicht Erlangen; vgl. Renate Wittern (Hrsg.), S. 96.
  2. ↑ Jahresbericht über das K. Maximilians-Gymnasium in München für das Schuljahr 1870/71
  3. ↑ Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 67.
  4. ↑ Universität Erlangen: Personalstand nebst Verzeichnis der Studierenden der K. Bayer. Friedrich-Alexanders-Universität Erlangen, Wintersemester 1913/14. Universitäts-Buchdruckerei E. Th. Jacob, Erlangen
  5. ↑ Karl Eduard Haas: Die Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericana im Sondershäuser Verband, vormals Studentengesangverein Erlangen. Erlangen 1982, im Selbstverlag
Personendaten
NAME Allfeld, Philipp
KURZBESCHREIBUNG deutscher Jurist, Hochschullehrer und Komponist
GEBURTSDATUM 2. November 1852
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 29. Juni 1940
STERBEORT Gießen