Philipp Preuss
Leben
Preuss, geboren in Bregenz und aufgewachsen in Wien, studierte „Regie und Schauspiel“ am Mozarteum Salzburg sowie Theaterwissenschaften und Philosophie in Wien und ist seit 2001 freier Regisseur. Er lebt in Berlin.
Von ihm stammen Arbeiten u. a. am Schauspielhaus Bochum, Theater Dortmund, Schauspiel Frankfurt, Deutsches Theater Berlin, Schaubühne Berlin, Schauspiel Leipzig, Residenztheater München, Bayreuther Festspiele. Preuss inszeniert zudem seit 2001 Ausstellungen mit fiktiv-virtuellen Künstlerfiguren, die von Schauspielern dargestellt werden, er erweitert den Theaterbegriff in den Bereich der bildenden Kunst. 2010 gründete er die Theatergruppe Shanzhai Institut. Seine Inszenierung von Shakespeares Hamlet wurde 2023 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Inszenierungen (Auswahl)
- 1998: Lederfresse von Helmut Krausser, Mozarteum Salzburg
- 2000: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Theater Dortmund
- 2002: Der Möwensimulator von Ronald Pohl/Anton Cechov, UA, Theater Dortmund
- 2002: keiner weiss mehr 2 oder Martin Kippenberger ist nicht tot von Fritz Kater, The Globes
- 2004: Man spielt nicht mit der Liebe von Alfred de Musset, Schauspielhaus Bochum
- 2004: Dantons Tod von Georg Büchner, Schauspiel Frankfurt
- 2005: Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller, Theater Dortmund
- 2005: Dogland von Nuran Calis, UA, Theater Bielefeld
- 2005: frühlingserwachen oder findet uns das glück? von Wedekind/Fischli/Weiss, Theater Dortmund, erarbeitet mit Senioren, Eröffnungsinszenierung des Herzrasen Festivals am Hamburger Schauspielhaus 2007
- 2006: Hedda Gabler von Henrik Ibsen, Theater Dortmund
- 2006: Blick zurück im Zorn von John Osborne, Theater Bielefeld
- 2006: Die bitteren Tränen der Petra von Kant von R. W. Fassbinder, in Zusammenarbeit mit Bernhard Willhelm, Deutsches Theater Berlin
- 2007: Ein Teil der Gans von Martin Heckmanns, UA, Deutsches Theater Berlin
- 2007: Was ihr wollt von William Shakespeare, Max Reinhardt Seminar Wien
- 2008: Woyzeck von Georg Büchner, Deutsches Theater Berlin
- 2008: Warten auf Godot von Samuel Beckett, Schauspielhaus Theater Dortmund
- 2009: Persona von Ingmar Bergman, DEA, Deutsches Theater Berlin
- 2009: Karl Stuart von Marieluise Fleißer, UA, Schauspielhaus Theater Dortmund
- 2011: Die Kontrakte des Kaufmanns von Elfriede Jelinek, Schauspiel Frankfurt
- 2011: MCFAMILY von Philipp Preuss, UA, Theater KOSMOS Bregenz
- 2012: Das Käthchen von Heilbronn von Heinrich von Kleist, Schauspiel Frankfurt
- 2013: Der Reigen oder Vivre Sa nach Arthur Schnitzler und Jean-Luc Godard, Schauspiel Leipzig
- 2013: Prometheus.Kein Licht von Aischylos und Elfriede Jelinek, Schloßtheater Moers
- 2014: Ein Traumspiel von August Strindberg, Schauspiel Frankfurt
- 2014: Wolokolamsker Chaussee I-V von Heiner Müller, Schauspiel Leipzig
- 2014: Das Kalkwerk von Thomas Bernhard, Schaubühne Berlin
- 2015: Torquato Tasso von Johann Wolfgang von Goethe, Residenztheater München
- 2015: Amerika von Frank Kafka, Schauspiel Frankfurt
- 2016: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, Gewandhausorchester Leipzig, Schauspiel Leipzig
- 2016: Der Fremde von Albert Camus, Schaubühne Berlin
- 2017: Ubu Roi#Am Königsweg von Alfred Jarry und Elfriede Jelinek, Theater an der Ruhr Mülheim
- 2018: Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße von Peter Handke, Staatstheater Braunschweig
- 2019: Siegfried von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel, UA, Bayreuther Festspiele
- 2020: k. ein Internetprojekt nach Franz Kafka, UA, Schauspiel Leipzig
- 2026: Der Nebel von Dybern von Maria Lazar, Premiere am 23. Oktober 2026 im Theater Konstanz.
Ausstellungen
- 2002: The Globe-25 Szenen, Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, Bregenz
- 2003: Sei personaggi in cerca d’autore, Galeria Galica, Mailand
- 2008: Measure for Measure, Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, Bregenz
- 2011: Penthesilea 45, Galerie Hollenstein, Lustenau
- 2012: Warhola oder Gruppensex der Egoshooter, Szenische Installation, Museum Moderner Kunst Frankfurt
- 2016: The Fair Play, Schauspiel Leipzig, Spinnerei Leipzig
- 2016: The Feedback, Performance, Manifesta Zürich
- 2019: Le Bastart, Künstlerhaus Bregenz
Literatur
- Anke Roeder, C. Bernd Sucher (Hrsg.): Radikal jung: Regisseure: Porträts, Gespräche, Interviews. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2004, ISBN 3-934344-48-8.
- Kurzbiografie und Quellen in: Susanne Fink, Cornelia Rothmund: Bildende Kunst in Vorarlberg. 1945–2005. Biografisches Lexikon. Vorarlberger Landesmuseum, Kunsthaus Bregenz. Bucher-Verlag, Hohenems 2006, ISBN 3-902525-36-3, S. 246–247.