
Philipp Theisohn (* 1. April 1974 in Bad Dürkheim) ist ein Schweizer Literaturwissenschaftler, Übersetzer und Literaturkritiker.
Philipp Theisohn studierte Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Mediävistik und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Zürich. Nach seinem Promotionsstudium in Tübingen und Jerusalem wurde er 2004 mit der Dissertation Die Urbarkeit der Zeichen. Literatur und Zionismus – eine andere Poetik der Moderne promoviert. 2011 habilitierte er sich an der ETH Zürich mit der Schrift Die kommende Dichtung. Geschichte des literarischen Orakels 1450–2050. Von 2013 bis 2019 leitete Theisohn das SNF-Forschungsprojekt „Conditio extraterrestris“ am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Nach Vertretungsprofessuren an den Universitäten Frankfurt a. M. und Mainz und einem Ruf an die Leibniz-Universität Hannover wählte ihn die Universität Zürich 2019 zum Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft ans Deutsche Seminar. Seit 2022 ist er überdies Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart (ZLG).
Seine Forschungsinteressen erstrecken sich auf die deutschen und europäischen Literaturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart einschließlich der Science-Fiction und Populärkultur. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, des Schweizer Buchjahrs, sowie seit 2019 von Germanistik in der Schweiz, der von 2002 bis 2022 erschienenen Publikation der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Germanistik. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit publiziert Theisohn regelmäßig als Literatur- und Theaterkritiker in den Feuilletons der Neuen Zürcher Zeitung, der Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 2015 präsidiert Theisohn die Theodor-Storm-Gesellschaft.
Er ist der Bruder der Musikpädagogin Elisabeth Theisohn.
| Personendaten | |
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| NAME | Theisohn, Philipp |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Germanist |
| GEBURTSDATUM | 1. April 1974 |
| GEBURTSORT | Bad Dürkheim |