Phillip Terry, geborener Frederick Henry Korman (* 7. März 1909 in San Francisco, Kalifornien; † 23. Februar 1993 in Santa Barbara, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.
Phillip Terry wurde unter dem Namen Frederick Henry Korman geboren, seine Eltern Frederick Andrew Kormann (1883–1948) und Ida Ruth Voll (1883–1954) entstammten deutschen Einwandererfamilien. Der Familienvater arbeitete als Chemieingenieur auf Ölfeldern – weil diese ständig wechselten, musste die Familie ebenfalls häufig von einem Ort zum anderen umziehen. Um dennoch eine vernünftige Schulbildung zu erlangen, lebte Terry über mehrere Jahre bei Verwandten in New Jersey. Nach seinem Abschluss an einer dortigen Highschool kehrte er zu seinen Eltern zurück. Für einige Zeit war er wie sein Vater in verschiedenen Jobs auf Ölfeldern angestellt. Schließlich besuchte er die Stanford University, wo er neben American Football auch sein Interesse für das Theater entdeckte. Er wurde Schauspieler, zunächst weitgehend erfolglos in New York City, dann in London. In London studierte er an der Royal Academy of Dramatic Art, weil er glaubte, dass ein britischer Akzent seiner Schauspielkarriere helfen würde – es half nicht, im Gegenteil, man gewöhnte ihm in Hollywood den Akzent wieder ab.
Terry kehrte letztlich in seine Heimat Kalifornien zurück, wo er in Hollywood in einer Reihe von Radioserien für CBS mitspielte. Die Filmindustrie war nicht weit entfernt und so entdeckte ihn Metro-Goldwyn-Mayer. Nach erfolgreichen Testaufnahmen erhielt er einen der damals üblichen Studioverträge. Seinen ersten im Abspann erwähnten Auftritt hatte Terry 1937 im Film Seekadetten neben Robert Young und James Stewart. In der Folge konnte er sich jedoch bei MGM nicht durchsetzen und blieb meist auf kleine Nebenrollen beschränkt. Erst bei Paramount Pictures Anfang der 1940er-Jahre kam Terry zunehmend an nennenswerte Rollen. In mehreren kleinen Streifen wie dem Musical Music in Manhattan (1944) oder der Komödie Pan-Americana (1945) war er als Hauptdarsteller eingesetzt. In größeren Produktionen blieb es dagegen bei Nebenrollen.
Zu den Höhepunkten seiner Filmkarriere zählten sein Auftritt als Bruder eines alkoholkranken Schriftstellers in Billy Wilders Drama Das verlorene Wochenende (1945) sowie der in Olivia de Havillands Hauptfigur verliebte Alex Pierson in Mutterherz (1946). Als Ende der 1940er-Jahre die Filmrollen weniger wurden, begann Terry als Immobilienmakler zu arbeiten und brachte es in dieser Branche zu Wohlstand. Daneben übernahm Terry aber weiter bis in die 1970er-Jahre hinein immer wieder Film- und Fernsehrollen. Unter anderem trat er im trashigen Horrorfilm The Leech Woman (1960) neben Grant Williams auf und war jeweils mehrmaliger Gastdarsteller in den Krimiserien 77 Sunset Strip und Perry Mason. Insgesamt absolvierte er zwischen 1937 und 1974 Auftritte in fast 110 Film- und Fernsehproduktionen.
Phillip Terry hatte einen Pilotenschein, wurde jedoch unter anderem wegen seiner starken Kurzsicht nicht in den Zweiten Weltkrieg eingezogen. Er besaß zeitweise außerdem eine große Sammlung von Miniatur-Eisenbahnen. 1942 lernte er den Filmstar Joan Crawford kennen, bereits sechs Wochen später – am 21. Juli 1942 – heirateten sie. Das Ehepaar adoptierte ein Kind namens Phillip Terry junior, welcher allerdings von Joan in Christopher Crawford umbenannt wurde, nachdem sie sich 1946 scheiden ließen. Auch Terrys zweite Ehe mit Helen Murphy zwischen 1949 und 1954 endete in Scheidung. 1973 heiratete er in dritter Ehe Rosalind L. Kaufman, diese Ehe hielt bis zu seinem Tod. In seinen letzten Lebensjahren litt er unter den Folgen einer Reihe von Herzinfarkten. 1993 verstarb er mit 83 Jahren an einer Lungenentzündung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Terry, Phillip |
| ALTERNATIVNAMEN | Korman, Frederick Henry |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1909 |
| GEBURTSORT | San Francisco, Kalifornien |
| STERBEDATUM | 23. Februar 1993 |
| STERBEORT | Santa Barbara, Kalifornien |