| Physoderma | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Klasse | ||||||||||||
| Physodermatomycetes | ||||||||||||
| Tedersoo, Sanchez-Ramirez, Kõljalg, Bahram, M. Döring, Schigel, T.W. May, M. Ryberg & Abarenkov | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Ordnung | ||||||||||||
| Physodermatales | ||||||||||||
| Caval.-Sm. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Physodermataceae | ||||||||||||
| Sparrow | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Physoderma | ||||||||||||
| Wallr. |
Physoderma ist die einzige Pilzgattung der Familie Physodermaceae, die wiederum die einzige der Ordnung Physodermales und diese die Klasse der Physodermatomycetes bilden. Sie sind Pflanzenparasiten.
Die auf oberirdischen Pflanzenteilen lebenden Pilze besitzen Formen des Thallus, zum ein monozentrisches System, das endobiotisch, also innerhalb des lebenden Substrats, als auch epibiotisch, also auf der Wirtspflanze vorkommt mit einem Sporangium, das von einer dünnen Membran umgeben ist. Zum anderen gibt es den polyzentrischen Thallus, der komplett endobiotisch innerhalb der Wirtspflanze lebt, mit zahlreichen Dauersporen und Zellen. Der Thallus besitzt Rhizoide. Die Sporen bestehen in der Keimung eines einzelnen Zoosporangiums und bilden dabei eine dünne, überziehende Membran. Ruhende Sporangien sind amphigen, meist innerhalb des Blattes und auf den Blattstielen, auf den Blättern entlang der Blattadern. Sie liegen zerstreut und bedeckt durch die Epidermis. Die Sporangien sind elliptisch, eiförmig, manchmal auch punktförmig. Sie messen ein bis zwei Millimeter im Durchmesser und sind kastanienbraun. Die ebenfalls kastanienbraunen, innen gekörnten Sporen sind kugelig, eiförmig bis elliptisch. Sie sind (23,5) 25,5 bis 32 Mikrometer lang und 21,5 bis 29 Mikrometer breit und haben zwei Zellwände. Die innere Zellwand ist dünn und durchscheinend, die äußere ist kastanienbraun, ein bis zwei Mikrometer dick und glatt. Die Zoosporen keimen bipolar. Sie besitzen einen Zellkern, der mit den Zentriolen und der 5′-Cap-Struktur der Ribosomen verbunden ist.
Physoderma-Arten leben meist parasitisch, manchmal auch saprobisch auf und in oberirdischen Pflanzengewebe von vielen Bedecktsamern.
Physoderma wurde schon 1833 von Friedrich Wilhelm Wallroth erstbeschrieben mit der Typusart Physoderma maculare, die Familie Physodermaceae wurde dann 1952 von Frederick Kroeber Sparrow erstbeschrieben. Erst 2012 wurde von Thomas Cavalier-Smith die Ordnung Physodermatomycetales und schließlich stellten Leho Tedersoo und Kollegen sie in die eigene Klasse Physodermatomycetes. Die Ordnung und Klasse sind monotypisch. 2011 wurde festgestellt, dass die frühere Gattung Urophlyctis zu Physoderma gehört und ist daher nur noch ein Synonym und auch die Familie ist daher monotypisch. Index Fungorum listet 109 valide Arten.