Pierre Chuvin

Pierre Chuvin (* 18. Juli 1943 in Saint-Angel, Allier; † 26. Dezember 2016 in Paris) war ein französischer Gräzist und Historiker, der auf das antike Griechenland und den neuzeitlichen Orient spezialisiert war.

Leben

Nach dem Studium an der Universität Clermont-Ferrand und an der École nationale des langues orientales vivantes, an der er Neugriechisch und Türkisch lernte, bestand er 1966 die Agrégation (Staatsprüfung für das höhere Lehramt) im Fach Lettres classiques (klassische Sprachen und Literatur). Mit einer thèse über den spätantiken Dichter Nonnos von Panopolis wurde Chuvin 1983 bei Francis Vian zum Docteur d’État in griechischer Literatur promoviert. Er erhielt eine Professur in Clermont-Ferrand und wechselte 1998 an die Universität Paris X (Nanterre). 1993 gründete er das Institut français d’études sur l’Asie centrale in Taschkent (Usbekistan) und leitete es bis 1998. Er begründete zudem die Zeitschrift Les Cahiers de l’Asie centrale. Von 2003 bis 2008 war er Leiter des Institut français d’études anatoliennes in Istanbul. Nach seiner Rückkehr nach Paris lehrte er bis zu seiner Emeritierung 2011 an der Universität Paris X (Nanterre). Seit 1984 war er außerdem Mitglied der Redaktion der Zeitschrift L’Histoire.

Pierre Chuvin war mit Huguette Meunier-Chuvin verheiratet.

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

Schriften zur Antike
Übersetzungen antiker Literatur
Wissenschaftliche Übersetzungen
Schriften zum Orient
Übersetzungen türkischer Dichtungen

Literatur

Personendaten
NAME Chuvin, Pierre
KURZBESCHREIBUNG französischer Gräzist, Historiker und Übersetzer
GEBURTSDATUM 18. Juli 1943
GEBURTSORT Saint-Angel, Allier
STERBEDATUM 26. Dezember 2016
STERBEORT Paris