Pierre Maurice Gy (geboren am 25. Juli 1924 in Paris; gestorben am 5. November 2015 in Gradignan) war ein französischer Chemiker und Statistiker.
Geboren als Sohn von Félix Gy und Clémence Gy-Gourdain, schloss Pierre Gy 1946 sein Studium des Chemieingenieurwesens an der École supérieure de physique et de chimie industrielles de la ville de Paris ab.
Pierre Gy begann seine berufliche Laufbahn als Chemieingenieur bei der Compagnie minière du Congo français im damaligen Französisch‑Kongo (heute Republik Kongo), bevor er 1949 nach Paris zurückkehrte, wo er als Forschungsingenieur für die Gesellschaft Minerais et Métaux tätig war. In dieser Zeit begann er, die Grundlagen der Probenahme zu erarbeiten. Gy übernahm anschließend die Leitung der Laboratorien für Aufbereitungstechnik und 1962 die technische Direktion des Unternehmens, während er seine Probenahmetheorie weiterentwickelte. Ab 1963 war er als Industrieberater tätig.
Pierre Gy erwarb Doktorgrade in Physik (1960) und Mathematik (1975) an der Universität Nancy, arbeitete jedoch stets außerhalb des Hochschulbereichs und veröffentlichte 9 Bücher sowie über 175 Fachartikel.
Sein Lebenswerk, die von ihm ab den 1950er‑Jahren entwickelte „Theory of Sampling“ (TOS) zur Probenahme heterogener Materialien, wurde in der Fachliteratur vielfach rezipiert; eine zusammenfassende Würdigung bietet Kim H. Esbensen in einem Beitrag der Zeitschrift Spectroscopy Europe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gy, Pierre |
| ALTERNATIVNAMEN | Gy, Pierre Maurice (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Chemiker und Statistiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Juli 1924 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 5. November 2015 |
| STERBEORT | Gradignan |