


Pierre Vellones, Pseudonym von Pierre Édouard Léon Rousseau, (geboren 29. März 1889 in Paris; gestorben 17. Juli 1939 in Paris) war ein französischer Komponist.
Pierre Rousseau war der Sohn eines Arztes. Er hatte seine erste musikalische Ausbildung bei Jean-Hugues Louvier, einem Freund von Charles-Marie Widor. Er veröffentlichte ab 1907 seine ersten Kompositionen, einen langsamen Walzer für Klavier, ein Streichquartett und Lieder. Rousseau, der auch ein Talent als Aquarellmaler hatte, studierte Medizin und wurde als Hilfsarzt im Ersten Weltkrieg eingezogen, wo er auch in dem Dorf Velosnes eingesetzt war und diesen Namen bei seinem Pseudonym Vellones verwandte, wenn er Kompositionen veröffentlichte.
1926 wurde bei ihm die Kahlersche Krankheit diagnostiziert, so dass er seine Praxistätigkeit aufgeben musste. Er spezialisierte sich auf das Gebiet der Elektrotherapie. Zu seinen Patienten gehörten Paul Valéry, Gabriel Pierné und Louis II. von Monaco.
In seinem Kompositionsschaffen suchte er nach neuen Wegen und Klängen und interessierte sich für die Forschungen von Alexander Mossolow und John Cage. Er schrieb 1934 ein Konzert mit dem Saxophon als Soloinstrument. Er experimentierte mit Schlagwerken aus Afrika und dem Klangspektrum Ostasiens. Er war der erste Musiker in Frankreich, der 1929 das Instrument Ondes Martenot in seine Kompositionen aufnahm. Für Marcel Ichacs Dokumentarfilm Karakoram über die französische Himalaya-Expedition 1936 schrieb er für die Filmmusik sieben Ondes Martenot, Klavier und traditionelles Schlagzeug vor. Bei einem Kompositionsauftrag für die Pariser Weltausstellung 1937 verwendete er Instrumente aus dem Musée d’Ethnographie.
Vellones schrieb den Roman Le Pré aux loups (Manuskript) und veröffentlichte einen Essay über tibetische Kunst.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vellones, Pierre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Komponist |
| GEBURTSDATUM | 29. März 1889 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 17. Juli 1939 |
| STERBEORT | Paris |