Pinot nova

Pinot nova
Zuchtnummer 1924-29
Pinot nova
Art Interspezifische Kreuzung
Beerenfarbe blau-schwarz
Verwendung
Herkunft Österreich
bekannt seit 2016
Züchter Ferdinand Regner
Institut Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau
Züchtungsjahr 1990
VIVC-Nr. 25235
Abstammung

Kreuzung aus
Blauer Burgunder × Malverina

Liste von Rebsorten

Pinot nova ist eine pilzwiderstandsfähige Rotweinsorte (PIWI) aus Österreich. Die Sorte ist mit dem typischen ungelappten, fünfeckigen Burgunderblatt leicht zu erkennen. Wegen ihrer höheren Resistenz gegen pilzliche Krankheitserreger stellt sie eine gute Ergänzungssorte zu Pinot Noir und St. Laurent dar. Der Wein der Sorte erinnert sehr stark an St. Laurent.

Herkunft

Österreich, Klosterneuburg

Abstammung

Ist eine interspezifische Kreuzung von Blauer Burgunder x Malverina von Ferdinand Regner an der Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg.

Kreuzungspartner:

Malverina ist eine Neuzüchtung aus Tschechien und wurde von Vilém Kraus an der Fakultät für Garten- und Landschaftsbau der Mendel-Universität für Land- und Forstwirtschaft Brünn in Lednice entwickelt. Es ist eine Vierfachkreuzung, wo die Sorten Frühroter Veltliner und Merlot mit Resistenzträgern kombiniert wurden (Rakiš (Villard Blanc x Frühroter Veltliner) × (Merlot x Seibel 13666)).

Ampelografische Merkmale

Blatt (HBLA Klosterneuburg, 2025)

Reife: mittel

Eigenschaften, Ansprüche

Die Sorteneigenschaften sind ähnlich der Muttersorte Pinot Noir und ist eher für gemäßigte Klimaräume geeignet und weniger gut unter sehr heißen Bedingungen kultivierbar.

Wein

Der „Rotwein-Charakter“ ist deutlich stärker als bei Pinot Noir. Die fruchtigen, säurearmen Weine erinnern mehr an St. Laurent denn an Pinot Noir. Der Gerbstoffgehalt erfordert eine längere Reifung, welche auch sehr gut im kleinen Holzfass gelingt. Der Wein besitzt eine gute Farbintensität, intensiver als die von Pinot Noir.

Die Zusammensetzung der Rotweinfarbstoffe wurde über viele Jahre kontrolliert. Der unerwünschte Direktträgerfarbstoff (Malvidin 3,5-diglukosid) ist zwar nachweisbar, lag aber in allen Untersuchungsjahren immer unter dem Grenzwert von 15 mg/l.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Ferdinand Regner: Donauveltliner und Pinot nova -Zwei neue Rebsorten mit Zukunft, Der Winzer 8/2016, S6–11.