| Piranhamesodon | ||||||||||||
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Fossil von Piranhamesodon pinnatomus, Skala rechts unten ist 2 cm breit | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Oberjura (Kimmeridgium) | ||||||||||||
| 152 Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
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Deutschland (Solnhofener Plattenkalk) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Piranhamesodon | ||||||||||||
| Kölbl-Ebert, Ebert, Bellwood & Schulbert, 2018 | ||||||||||||
| Arten | ||||||||||||
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Piranhamesodon pinnatomus | ||||||||||||
Piranhamesodon ist eine Gattung relativ kleiner, pycnidontiformer Strahlenflosser unsicherer taxonomischer Einordnung, welche während des Kimmeridgiums des Oberjura im heutigen Deutschland lebte. Fossilien der Gattung stammen aus dem Solnhofener Plattenkalk und sind 152 Millionen Jahre alt. Bisher ist nur eine Art der Gattung bekannt, die Typusart Piranhamesodon pinnatomus.
Das Holotypus-Exemplar von Piranhamesodon, JME-ETT4103, wurde im Jahr 2016 in Ettling von einem Ausgrabungsteam des Jura-Museums in Eichstätt entdeckt. Es ähnelte zwar in einigen Merkmalen dem Holotypus-Exemplar von Apomesodon gibbosus, wies jedoch auch einige bedeutende Unterschiede auf, darunter vor allem die ungewöhnliche Bezahnung. Da die Bezahnung von Piranhamesodon der heutiger Piranhas ähnelte, wurde die neue Gattung „Piranhamesodon“ genannt, was sowohl auf die Ähnlichkeit der Bezahnung der Gattung mit der heutiger Piranhas als auch auf den Gattungsnamen Mesodon, welcher ebenfalls ein Vertreter der Pycnodontiformes war, verweist. Der Artname pinnatomus bedeutet „Flossenschneider“ und verweist auf die angenommene ungewöhnliche Jagdmethode des Fisches.
Die Gattung Piranhamesodon lässt sich anhand einiger Autapomorphien von ähnlichen Gattungen abgrenzen. Das wohl außergewöhnlichste Merkmal von Piranhamesodon sind dolchartige, spitze Zähne entlang jeder der äußersten Zahnreihen des Pflugscharbeins, welche an die Zähne heutiger Piranhas erinnern. Zudem hat Piranhamesodon sechs dreieckförmige Zähne entlang der äußersten Zahnreihe der Präartikulata, welche entlang ihrer anterodorsalen Kante schneidende Ränder aufweisen.
Bei der Erstbeschreibung konnte Piranhamesodon eindeutig den Pflasterzahnfischen (Pycnodontiformes) zugeordnet werden, welche wiederum zu den Strahlenflossern (Actinopterygii) gehören. Eine genauere Zuordnung zu einer biologischen Familie war jedoch nicht möglich.
Die Fossilien von Piranhamesodon wurden im Solnhofener Plattenkalk gefunden, einer fossilienreichen Gesteinsformation, welche während des Oberjura Teil eines Archipels war, welches sich im Tethys-Ozean befand. Zu den landlebenden Tieren, welche im Solnhofener Plattenkalk gefunden wurden, gehört auch Archaeopteryx. Zudem wurden dort Flugsaurier wie Rhamphorhynchus gefunden. Im Meer lebten beispielsweise Ichthyosaurier wie Aegirosaurus oder Vertreter der Krokodile wie Dakosaurus. Die Morphologie des Kiefers und die Form der Zähne lassen vermuten, dass Piranhamesodon mit seinen Zähnen Flossen und Fleisch durchschneiden konnte.