| Piz Linard | ||
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| Piz Linard von Nordosten mit Südostgrat (links), Ostwand, Nordostgrat (mittig), Nordwand und Nordwestgrat (rechts) | ||
| Höhe | 3410 m ü. M. | |
| Lage | Kanton Graubünden, Schweiz | |
| Gebirge | Silvretta | |
| Dominanz | 24,9 km → Piz Kesch | |
| Schartenhöhe | 1028 m ↓ Flüelapass | |
| Koordinaten | 800953 / 186459 | |
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| Gestein | Amphibolit / Hornblende-Gneis | |
| Erstbesteigung | 1835 durch Oswald Heer und Johann Madutz | |
| Drohnenaufnahme vom Piz Linard | ||
Der Piz Linard ist ein 3410 m ü. M. hoher Berg in den Rätischen Alpen im Kanton Graubünden in der Schweiz. Er ist der höchste Berg der Silvretta, überragt die Ortschaft Lavin im Unterengadin um ca. 2000 m und gilt dadurch als deren Wahrzeichen. Der Piz Linard ist dank seiner markanten Gipfelpyramide aus allen Himmelsrichtungen und aus grosser Distanz gut erkennbar. Für den Normalanstieg, der von der Chamonna Linard durch die Südwand führt, benötigt man etwa 4 Stunden.

Der Piz Linard liegt vollständig auf dem Gemeindegebiet von Zernez. Der Piz Linard wird im Süden durch das Unterengadin, im Osten durch die Val Lavinuoz und im Westen durch die Val Sagliains eingefasst. Südlich des Gipfels befindet sich die Chamonna Linard (2327 m), ein häufiger Ausgangspunkt für eine Besteigung des Piz Linard. Talorte sind Lavin und Susch.
Auf der Nordseite liegt die Fuorcla dal Linard, von der man auf den benachbarten Piz Sagliains (3100 m) gelangt. Im Westen befindet sich der Vereinapass, der eine Verbindung zum Flüelapass oder ins Vereinatal darstellt.
Zu den Nachbargipfeln des Piz Linard gehören im Norden das Verstanclahorn (3297 m), im Nordwesten die Plattenhörner (3220 m), im Südwesten der Piz Fless (3020 m) und der Piz Murtera (3043 m), im Südosten der Piz Chapisun (2931 m) und im Nordosten der Piz Campatsch (2957 m) und der Piz Fliana (3281 m).
Der am weitesten entfernte sichtbare Punkt vom Piz Linard befindet sich in nordwestlicher Richtung und ist 273 km entfernt. Er liegt unweit der französischen Stadt Mulhouse in der Region Grand Est.
Die Erstersteigung des Piz Linard wurde am 1. August 1835 durch den Naturforscher Professor Oswald Heer und den Führer Johann Madutz durchgeführt. Möglicherweise waren bereits früher einheimische Jäger am Gipfel, dies konnte aber nie schlüssig nachgewiesen werden.
Der Geschichtsschreiber Campell aus Susch schreibt um 1570 vom Piz Chünard und behauptet, ein Mann dieses Namens habe den Berg bestiegen und «ein goldenes Kreuz auf den Gipfel getragen». Einen Namen Chünard aus Chuonard hat Campell neben dem ihm wohlbekannten Vornamen Linard bestimmt nicht erfunden. Das Kreuz soll aber nie gefunden worden sein. Im Atlas Suisse (1802) wurde er noch als «Selvreta M»(ons) bezeichnet. «Piz» ist rätoromanisch und bedeutet «Spitze».
Der freistehende, im weiten Umkreis alles überragende Berg bietet eine entsprechend weitreichende Aussicht: Im Osten sind die Ötztaler Alpen zu sehen, rechts hinter ihnen u. a. die 142 km entfernte Marmolata. Im Südosten breiten sich das Ortlermassiv und die Presanella aus, im Süden die Bernina-Berge, der Monte Disgrazia und der vor ihm stehende Alpenhauptkamm. Im Südwesten sind bei guter Sicht die bis zu 200 km entfernten Walliser Alpen (Monte Rosa, Dom, Weissmies, Weisshorn) zu sehen, nördlich davon die Berner und Glarner Alpen bis hinüber zu Glärnisch, Alpstein, Rätikon und dem Lechquellengebirge.

Deutlich einfachster Aufstieg, nicht steinschlagsicher

Nur bei guten Firnverhältnissen zu empfehlen, im untern Teil nicht steinschlagsicher
Nicht empfehlenswert wegen Steinschlag
Nicht empfehlenswert wegen Steinschlag
Nicht empfehlenswert wegen Steinschlag
Nicht empfehlenswert wegen Steinschlag
Oft begangene Route von der Chamonna Linard aus.