Das Gehäuse ist fast planispiral, lediglich an der Unterseite etwas eingesenkt. An der Außenseite ist ein deutlicher Kiel ausgebildet. Die Tiere sind jedoch anatomisch links gewunden. Wird das Gehäuse entsprechend orientiert, waagrecht mit der Öffnung links der Mitte, ist die Spirale oben eingetieft. Die Tiere tragen das Gehäuse seitlich gekippt mit der Unterseite nach oben.
Lebensraum und Verbreitung
Die Arten der Gattung leben in langsam fließenden oder stehenden Flüssen und Seen im flachen Wasser der Uferzonen. In sauerstoffreichen Gewässern können sie jedoch auch in der Tiefe („oberflächenfremd“), mit wassergefüllter Lungenhöhle, leben, so dass zwei Arten (planorbis und carinatus) erst 1982 im Lunzer See durch einen Taucher in 7 Metern Tiefe entdeckt wurden, von deren Anwesenheit man zuvor nichts wusste.
Die Artzugehörigkeit zahlreicher Planorbis-Funde, so aus dem festländischen Italien und von den Inseln Sardinien und Sizilien, ist derzeit unklar, vermutlich gibt es noch zahlreiche unbeschriebene Arten. Dazu kommen noch eine ganze Reihe ausschließlich fossiler Formen.
Die Untergattung Crassiplanoris, aufgestellt von Claus Meier-Brook 1976 mit der einzigen Art Planorbis presbensis wird derzeit meist nicht anerkannt.
Literatur
Christian Albrecht, Kerstin Kuhn & Bruno Streit: A molecular phylogeny of Planorboidea (Gastropoda, Pulmonata): insights from enhanced taxon sampling. Zoologica Scripta, 36: 27–39, Oxford, 2007. doi:10.1111/j.1463-6409.2006.00258.x
Peter Glöer: Die Tierwelt Deutschlands. Mollusca I Süßwassergastropoden Nord- und Mitteleuropas Bestimmungsschlüssel, Lebensweise, Verbreitung. 2. neubearb. Aufl., 327 S., ConchBooks, Hackenheim 2002, ISBN 3-925919-60-0