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Breitwegerich (Plantago major) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Plantago | ||||||||||||
| L. |
Die Wegeriche (Plantago) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).

Die Wegerich-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder selten Halbsträucher.
Die Laubblätter stehen in einer grundstehenden Rosette oder gegen- oder wechselständig am Stängel verteilt. Die Laubblätter sind sogenannte „Rhachis-Blätter“: Die Blattspreite besteht nur aus der Rhachis, daher sind auch die Blattadern parallel oder bogenförmig.

Die Blütenstandsschäfte sind mehr oder weniger lange stielrund oder gefurcht. Die köpfchenförmigen oder ährigen Blütenstände enthalten viele Blüten.
Die Blüten sind vierzählig. Die Kronzipfel stehen meist ab oder sind zurückgebogen. Die Staubfäden setzen in der Blütenkronröhre an. Der Fruchtknoten ist zwei- bis vierkammerig.
Die Kapselfrüchte enthalten mehrere Samen.
Die Bestäubung erfolgt meist durch den Wind.






Die Gattung Plantago wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 112 aufgestellt. Synonyme für Plantago L. sind: Psyllium Mill., Littorella P.J.Bergius.
Die Taxonomie der Gattung Plantago ist schwierig.
Die Gattung Plantago gehört zur Tribus Plantagineae innerhalb der Familie Plantaginaceae. Früher stellte man sie in die Familie Veronicaceae.
Die Gattung Plantago wird in mehrere Untergattungen und diese teilweise noch weiter in Sektionen gegliedert:
In der Gattung Plantago gibt es je nach Autor 190 bis fast 250 Arten. Hier eine Artenauswahl:
Die Bezeichnung „Wegerich“ (vermutlich in Analogie zu Personennamen wie Friedrich oder Dietrich gebildet) ist wohl nicht als „Wegbeherrscher“ zu interpretieren, sondern deutet auf den Standort an Wegen hin. Der Name Plantago leitet sich vom lateinischen „Planta“ für Fußsohle ab.
Bereits in der Antike, aber auch in Shakespeares Romeo und Julia, wurden die Blätter des Wegerichs (hier vor allem Plantago major L. oder die früher auch Plantago minor genannte Art Plantago lanceolata L.) auf Wunden und entzündete Stellen aufgelegt. Seltener wurde auch die Wegerichwurzel (z. B. bei Menstruationsbeschwerden) angewandt. Die antiken Ärzte Galenos und Dioscurides zählen in ihren Schriften zahlreiche Anwendungsgebiete für den Wegerich auf, v. a. soll er bei allen bösartigen Geschwüren, Flüssen, Fäulnisprozessen, Ruhr, Blutungen angewendet werden. Nach Dioscurides hilft der Wegerich auch Epileptikern und Asthmatikern. Dioscurides unterschied in der Materia medica bereits einen kleinen (Plantago minor, wohl Spitzwegerich) von einem großen Wegerich (Plantago major), dem Breitwegerich (später mittelhochdeutsch auch Wegebreite und ähnlich bezeichnet). Galenos klassifiziert den Wegerich im Sinne der Humoralpathologie als gemischt zusammengesetztes einfaches Arzneimittel mit den Qualitäten feucht und kalt sowie trocken und kalt, woraus er die verschiedenen Indikationen ableitet.