Ein Pluraletantum (von lateinischplurale tantum „nur Plural“), Pluralwort oder Mehrzahlwort ist ein Substantiv, das ausschließlich im Plural gebräuchlich ist. Der Plural von Pluraletantum lautet gemäß Online-DudenPluraletantums oder Pluraliatantum (pluralia + tantum). Das Gegenwort zu Pluraletantum ist Singularetantum (Einzahlwort).
Im Deutschen und in anderen Sprachen mit grammatischem Genus, bei denen im Plural die Genera zusammenfallen, kann für Pluralwörter kein eigenes Genus festgestellt werden.
Zu anderen Wörtern gibt es einen Singular, der jedoch nur in bestimmter Bedeutung verwendet wird:
Zu Daten gibt es den Singular Datum, der etwa als Kalenderdatum für einen bestimmten Zeitbezug gebraucht wird, oder als geodätisches Datum für einen bestimmten Raumbezug.
Ein Sonderfall ist der Plural -leute für einige Zusammensetzungen mit -mann und -frau:
Angelika Wöllstein, Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die Grammatik (=Der Duden. Band 4/12). 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04049-0, S. 180–181, Randnummern 276–277: Pluraliatantum (Seitenvorschauenin der Google-Buchsuche).
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Worteintrag: Pluraletantum, das. In: Duden online. Abgerufen am 22. März 2022; Zitat: „Bedeutung: Substantiv, das nur als Plural vorkommt; Herkunft: zu lateinisch pluralis (Plural) und tantum = nur; […] Plural: die Pluraletantums und Pluraliatantum“.
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Angelika Wöllstein, Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die Grammatik (=Der Duden. Band 4/12). 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04049-0, S. 157, Randnummer 233 (Seitenvorschauin der Google-Buchsuche); Zitat: „Bei Substantiven, die nur im Plural vorkommen (Pluraliatantum), kann daher kein Genus festgestellt werden: die Leute, die Trümmer, die Gliedmaßen, die Masern“.
↑Gerhard Stickel: Beantragte staatliche Regelungen zur „Sprachlichen Gleichbehandlung“: Darstellung und Kritik. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik. Jahrgang 16, Nr. 3, 1988, S. 330–355, hier S. 342 (IDS-Direktor; PDF: 4,8MB, 26Seiten auf bsz-bw.de); Zitat: „Neben den genuslosen, geschlechtsübergreifenden Ausdrücken Eltern und Geschwister finden sich gelegentlich die geschlechtsneutralen Neutra Kind, Mitglied, im StGB auch Opfer (§177), außerdem die geschlechtsneutralen Maskulina Mensch, Vormund, Abkömmling, wiederholt auch das geschlechtsneutrale Femininum Person.“
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Angelika Wöllstein, Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die Grammatik (=Der Duden. Band 4/12). 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04049-0, S. 180, Randnummer 276: Pluraliatantum (Seitenvorschauin der Google-Buchsuche).
↑Worteintrag: Seemännin, die: In: Duden online. Abgerufen am 23. März 2022; Zitat: „Bedeutung: weibliche Person, die auf einem Seeschiff beschäftigt ist (Berufsbezeichnung)“. Ebenda: Seefrau, die: Synonym zu Seemännin. Ebenda: Seemann, der: „Bedeutung: männliche Person, die auf einem Seeschiff beschäftigt ist (Berufsbezeichnung)“.