
Die Pole Aerial Photography (deutsch etwa „Stab-Luftbildfotografie“) ist eine spezielle Art der Luftbildfotografie. Der Fotograf befindet sich dabei auf dem Boden, die Kamera ist auf einem Stab, in der Regel einem Teleskopmast, angebracht. So lassen sich Höhen bis etwa 20 Meter erreichen.

Als Mast wird in der Regel ein ausfahrbarer Teleskopmast verwendet, da sich einteilige Masten nur schwer transportieren lassen. Der Mast kann fest an einem Auto montiert werden oder als tragbare Variante mit einem schweren Stativ auf dem Boden aufgebaut werden.

Damit die Kamera vom Boden aus in ihrer Lage fernbedient werden kann, wird ein servogesteuerter Stativkopf benötigt. Solche Köpfe gibt es bereits zu kaufen, viele Fotografen verwenden jedoch eigene Konstruktionen. Bei Spiegelreflexkameras war es bisher nicht möglich, das Sucherbild vom Boden aus zu kontrollieren. Deshalb verfügen einige Stativköpfe zusätzlich über eine günstigere, kleine Videokamera, die zumindest eine grobe Abschätzung des Sucherbildes erlaubt.
In der Regel werden bei der Pole Aerial Photography fernsteuerbare Digitalkameras verwendet.
Diese kleinen digitalen Kameras bieten bereits seit einigen Jahren den Vorteil der Fernbedienung über einen Computer. Das Sucherbild kann live von der Kamera zum Computer übertragen werden und sämtliche Einstellungen (Zoom, Fokussierung, Auslösung) von dort aus vorgenommen werden.
Erst in der neuesten Generation sind digitale Spiegelreflexkameras ebenfalls fernsteuerbar. Allerdings muss man hier den Abstrich beim Zoom machen. Für Filmkameras und die älteren Generationen digitaler Spiegelreflexkameras konnte nur eine zusätzliche Videokamera zur Abschätzung des Sucherbildes sowie der Autofokus verwendet werden. Alleine die ferngesteuerte Auslösung ist bei diesen Modellen ebenfalls möglich.