| Feldwespen | ||||||||||||
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Haus-Feldwespe (Polistes dominula) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Polistinae | ||||||||||||
| Lepeletier, 1836 |
Die Feldwespen (Polistinae) sind eine Unterfamilie der Faltenwespen (Vespidae). Wegen des von ihnen verwendeten Nestbaumaterials werden sie zusammen mit den Echten Wespen umgangssprachlich auch Papierwespen genannt. Weltweit sind 1029 Arten bekannt (Stand 2019), die in den Triben Epiponini, Mischocyttarini, Polistini und Ropalidiini unterteilt sind. Die meisten Arten leben in den Tropen und Subtropen, nur sieben Arten, die alle zur Gattung Polistes gehören, leben auch in Mitteleuropa.
Im Flug sind sie an den herabhängenden Beinen von anderen Wespenarten zu unterscheiden.


Feldwespen sind in Aussehen und Verhalten den Echten Wespen (Vespinae) ziemlich ähnlich. Die mitteleuropäischen Arten (der Gattung Polistes) weisen ebenfalls die aposematische schwarz-gelbe Warnfärbung auf, und sie sind eusozial in kleinen Völkern. Beide Unterfamilien bauen Nester aus einem papierartigen Stoff, der aus zerkauten Holzfasern gebildet wird. Man bezeichnet sie deshalb auch als Papierwespen im Gegensatz zu den Lehmwespen, die ihre Nester vorwiegend mit oder im Lehm beziehungsweise Löss bauen.
Beim Nestbau zeigen sich allerdings auch bedeutende Unterschiede zu den Echten Wespen:
Ihre kleinen Waben heften die Feldwespen mit einem zentralen Stiel an Pflanzen und andere geeignete Substrate wie Holz und Steine an. Als eine gut zu verteidigende Engstelle gegen Ameisen dient der meist recht kurze Stiel zwischen Wabe und Substrat. Meist werden die Nester an wärmebegünstigten, südexponierten Stellen gebaut, die Haus-Feldwespe (Polistes dominula) zeigt eine Tendenz zur Synanthropie, das heißt sie nutzt oft Lebensräume im Siedlungsbereich.
Bei zu hohem Temperaturanstieg im Nest setzen sich die Wespen an den Oberrand der Wabe, um durch Flügelfächeln die überschüssige Wärme wegzutransportieren. Zusätzlich kann Wasser eingebracht werden, um durch die entstehende Verdunstungskälte weiter zu kühlen. Auf diese Weise kann tagsüber eine konstante Nesttemperatur von 30–35 °C erzielt werden.
Feldwespen können kleinere Nektartropfen in leeren Zellen speichern, die dazu natürlich eine ausreichend feste Konsistenz aufweisen müssen.
In der Gattung Polistes kommen drei sozialparasitische Arten vor, die untereinander nahe verwandt sind. Diese wurden früher in der Untergattung Sulcopolistes zusammengefasst.
Die Schlupfwespe Latibulus argiolus (Rossi, 1790) spielt eine Rolle als Parasit bei Polistes. Feldwespen der Gattung Polistes werden weiterhin von parasitoiden Fächerflüglern der Art Xenos vesparum befallen.


| Feldwespen (1029 Arten) |
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