Polyakov-Wirkung

Die Polyakov-Wirkung (engl. Polyakov action) ist die zweidimensionale Wirkung einer konformen Feldtheorie, welche die Weltfläche eines bosonischen Strings beschreibt. Benannt ist sie nach Alexander Markowitsch Poljakow.

Sie wurde schon 1976 von Lars Brink, Paolo Di Vecchia und P. S. Howe und unabhängig von Stanley Deser und Bruno Zumino eingeführt. Polyakov benutzte sie 1981 zur Quantisierung der Stringtheorie. Sie ist äquivalent zur älteren Nambu-Goto-Wirkung.

Formulierung

Parametrisierung der Weltfläche eines offenen Strings durch σ und τ,
X0 und X sind die Target-Raum Zeit- und Raumkoordinaten.

Die Polyakov-Wirkung hat die folgende Form

S=T2∫Σdσdτ−|γ|γabgμν∂aXμ(σ,τ)∂bXν(σ,τ).

Die Symbole dieser Gleichung haben folgende Bedeutung:

Symmetrien

Die Wirkung ist invariant unter den folgenden Symmetrietransformationen:

Die Weyl-Symmetrie ist dabei charakteristisch für eine zweidimensionale Theorie – betrachtet man die Wirkung höherdimensionaler Objekte, so stellt man fest, dass eine Wirkung proportional zu ihrem Weltvolumen zusätzliche Terme enthält, welche die Weyl-Symmetrie brechen.

Äquivalenz zur Nambu-Goto-Wirkung

Um die Äquivalenz der Polyakov-Wirkung zur Nambu-Goto-Wirkung zu zeigen, genügt es die Bewegungsgleichungen für die induzierte Metrik auf der Weltfläche hab=∂aXμ∂bXμ auszunutzen:

δSδγab=0→hab=12γabγcdhcd.

Dies kann man benutzen, um γ aus der Wirkung zu eliminieren und man erhält exakt die Nambu-Goto-Wirkung

SNG=T∫Σdσdτ−|h|.

Einzelnachweise

  1. ↑ Brink, Di Vecchia, Howe: A locally supersymmetric and reparametrization invariant action for the spinning string, Physics Letters B Band 65, 1976, S. 471–474
  2. ↑ Deser, Zumino, A complete action for the spinning string, Physics Letters B, Band 65, 1976, S. 369
  3. ↑ Polyakov, Quantum geometry of the bosonic string, Physics Letters B, Bd. 103, 1981, S. 207