Eine Polygonalzahl ist eine Zahl, zu der es ein regelmäßiges Polygon (Vieleck) gibt, das sich mit einer entsprechenden Zahl an Steinen legen lässt. Beispielsweise ist die 16 eine Polygonalzahl, da sich ein Quadrat aus 16 Steinen legen lässt. Zu den Polygonalzahlen zählen unter anderem die Dreiecks- und Quadratzahlen.
Die Polygonalzahlen lassen sich durch eine einfache Rechenvorschrift erzeugen. Man wählt dazu eine natürliche Zahl als Differenz. Die erste Zahl ist jeweils die 1, und alle nachfolgenden Polygonalzahlen entstehen, indem man jeweils die Differenz zur vorhergehenden hinzuaddiert. Die folgenden Beispiele zeigen dies.
Die Differenz 4 führt zu den Summen , aus denen man die Sechseckszahlen erhält.
Die einzelnen Summanden sind jeweils die Folgenglieder einer arithmetischen Folge mit dem Anfangsglied 1 und der jeweiligen Differenz (vgl. Differenzenfolge). Dieser Aufbau der Polygonalzahlen spiegelt sich auch in den entsprechenden Polygonen wider:
Gelegentlich wird auch die als nullte Dreieckszahl, Quadratzahl usw. definiert. Nach dieser Konvention lautet die Folge der Dreieckszahlen beispielsweise .
Berechnung
Die jeweils -te -Eckszahl lässt sich mit der Formel
berechnen.
Liegt eine beliebige -Eckszahl vor, dann berechnet sich das zugehörige nach der Formel
Herleitung
Sei die Anzahl der Seiten. Die -te -Eckzahl, mit , wird dadurch gebildet, dass Seiten um einen Punkt erweitert werden. Die erweiterten Seiten haben gemeinsame Punkte. Die -te -Eckzahl hat somit Punkte mehr als die -te -Eckszahl. Die -te -Eckszahl ist daher:
James Mitchell (Hrsg.): A Dictionary of the Mathematical and Physical Sciences, according to the latest Improvements and Discoveries. G. & W. S. Whittaker, London 1823, archive.org.