Polygonverbindung

Keilwellenverbindung im Vergleich zur Polygonverbindung.

Die Polygonverbindung ist ein Maschinenelement, welches oft im Maschinenbau anzutreffen ist. Durch ihre charakteristische Polygonform wird sie den sogenannten Unrundverbindungen zugeteilt. Dabei gehört sie zu den lösbaren bzw. verschieblichen Verbindungen. Sie werden vor allem bei stoßenden Beanspruchungen eingesetzt. Die Grundform ist meist das Dreieck oder Quadrat. Sie kann als formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung zum Beispiel alternativ zu anderen Profilwellenverbindungen (Keilwellenverbindung) eingesetzt werden. Die Abmessungen von Polygonprofilen mit Dreieck- und Viereckform sind in der DIN 32711 und DIN 32712 veröffentlicht. Diese werden P3G-Profil (Dreieck) und P4C-Profil (Viereck) genannt.

Weiterhin können auch von dieser Norm abweichende Polygonprofile mit mehr Ecken genutzt werden, wenn diese Konturen die Anforderungen der Polygonverbindung besser abdecken können.

Auslegung

Polygonverbindung P3G an einem Wellenstumpf.

Rechnerisch wird die Verbindung auf die zulässige Flächenpressung des Werkstoffes überprüft. Für das P3G-Profil gilt:

pm≈KA⋅Tnennl′⋅(0,75⋅π⋅e1⋅d1+0,05⋅d12)≤pzul

Für das P4C-Profil gilt:

pm≈KA⋅Tnennl′⋅(π⋅er⋅dr+0,05⋅d12)≤pzul

Mit:

Zusätzlich muss auch noch der durch Torsion, Biegung, Zug und Druck beanspruchte Querschnitt nach den anerkannten Regeln der Technik überprüft werden.

Vorteile

Nachteile

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ ICTT die Iprotec Unrunddrehtechnologie. Abgerufen am 9. Dezember 2020.