Porny Days

Porny Days ist ein Schweizer Filmfestival zu Sexualität und Körperlichkeit. Es findet jährlich in Zürich statt.

Geschichte

Die Porny Days wurden 2012 von Dario Schoch, Talaya Schmid und Rona Schauwecker gegründet. Die erste Ausgabe des Festivals fand 2013 in einem Zürcher Sexkino statt. Seit 2014 werden die Filme hauptsächlich im Programmkino Riffraff präsentiert. Das Festival ist nicht profitorientiert. Es finanziert sich durch Einnahmen aus dem Billettverkauf und Beiträgen von öffentlichen Institutionen.

Programm

Die Porny Days sind international ausgerichtet. Die gezeigten Kurz- und Langfilme werfen einen feministischen Blick auf Sexualität. Sie machen gesellschaftliche Tabus und Stigmata sichtbar, zeigen diverse Körper und die Vielfalt des Begehrens. Ergänzend zu den Filmaufführungen finden Podiumsdiskussionen, Performances, Workshops und Ausstellungen an wechselnden Orten in Zürich statt. Im Rahmen des Festivals waren auch Kurzfilme von Schweizer Künstlerinnen zu sehen, etwa von Isa Hesse-Rabinovitch, Pipilotti Rist und Tula Roy.

Awards

Zu den bisherigen Jurymitgliedern für die Porny Days Awards zählen international bekannte Personen wie die spanische Pornofilmproduzentin Paulita Pappel und die britische Person Bishop Black.

Partnerschaften

In Kooperation mit dem Schweizer Filmarchiv (Cinémathèque suisse) veranstalten die Porny Days regelmässig thematische Filmreihen im Programmkino Xenix. Im November 2024 waren dort Filme zur Schriftstellerin Virginie Despentes zu sehen, die ihre Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und sexualisierter Gewalt thematisierten. Im Mai 2026 war das Filmfestival im Rahmen einer Retrospektive des Schweizer Filmarchivs mit einem Kurzfilmprogramm zu trans Körpern und Pornografie zu Gast im Xenix.

Auch mit dem Schauspielhaus Zürich hat das Festival zusammengearbeitet. Eine dort aufgeführte Performance zweier Sexarbeiterinnen sorgte 2023 überregional für Aufmerksamkeit.

Einzelnachweise

  1. ↑ «Pornos sind Teil unserer Kultur». In: srf.ch. 26. November 2023, abgerufen am 27. Mai 2026.
  2. ↑ Die Porny Days loten lustvoll die Grenzen der Geschlechter aus. In: srf.ch. 4. Dezember 2014, abgerufen am 27. Mai 2026.
  3. ↑ Dario Schoch: «Wir möchen eine Plattform bieten, um pornografische Filme in der Öffentlichkeit zu besprechen.» In: srf.ch. 3. Dezember 2014, abgerufen am 27. Mai 2026.
  4. 1 2 Filme ohne Schmuddelverdacht. In: srf.ch. 3. Dezember 2014, abgerufen am 27. Mai 2026.
  5. ↑ «Zürich macht sich frei»: Porny-Days-Kurzfilmreihe im Riffraff. Universität Zürich, 29. November 2015, abgerufen am 26. August 2026.
  6. ↑ Virginie Despentes an den Porny Days. Cinémathèque suisse, archiviert vom Original am 16. März 2026; abgerufen am 27. Mai 2026.
  7. ↑ Queer Film History Schweiz? In: xenix.ch. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  8. ↑ Feminismus, Fisting und Freund:innenschaft. Theater der Zeit, 15. Dezember 2023, abgerufen am 26. August 2026.
  9. ↑ Katja Richard: So war das Live-Sex-Theater im Schauspielhaus. In: blick.ch. 12. September 2021, abgerufen am 26. August 2026.